Friedrichsdorf (epo.de). – Das Kinderhilfswerk World Vision hat den „Aktionsplan gegen Kleinkind- und Müttersterblichkeit“ gelobt, den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Abschluss des Millenniumsgipfels in New York vorgestellt hat. „Heute ist ein großer Tag für Kleinkinder, Schwangere und junge Mütter“, sagte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland, am Donnerstag in Friedrichsdorf. „Mit den 40 Milliarden US-Dollar können Millionen von Kinderleben gerettet werden.“
Die Organisation betonte jedoch, dass das Geld schnell bereit gestellt werden müsse, um die Ärmsten der Armen zu erreichen. „Kinder, die schwer unterernährt sind, haben keine Zeit. Hier geht es oft um Stunden und Minuten“, so Waffenschmidt.
Derzeit sei jedoch unklar, ob die zugesagten Gelder wirklich neues Geld sind oder lediglich wieder umgeschichtet werden. „Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass leider viel getrickst und verschleiert wird“, erklärte Stefan Germann, Direktor Forschung & UN-Beziehungen bei World Vision. Die Hilfsorganisation bekräftigte, dass auch die Qualität der Entwicklungshilfe verbessert werden müsse. „Gute Qualität ist jedoch ohne Geld nicht zu machen. Ein gutes Auto ist auch nicht billig zu bekommen“, so Germann. „Wenn die MDG-Ziele bis 2015 erreicht werden sollen, müssen die reichen Länder zu ihren Zusagen stehen“.
Die Gesundheit von Kleinkindern und Müttern sei wichtig, um auch die anderen MDG-Ziele zu erreichen, so World Vision. „Unterernährte Kinder können sich in der Schule nicht konzentrieren und sind daher schlechte Schüler. Schlechte Schüler können als Erwachsene nur minderwertige Tätigkeiten ausüben. Gerade die Länder des Südens sind jedoch dringend auf qualifiziertes Personal angewiesen“, sagte Waffenschmidt. „Unterernährung hängt somit direkt mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Entwicklungsländer zusammen.“
World Vision will in den nächsten 5 Jahren 1,5 Milliarden US-Dollar zur Bekämpfung von Kleinkind- und Müttersterblichkeit zur Verfügung stellen.
Foto: Kinder in Brasilien © epo.de Archiv




