amerika 21Mexiko-Stadt. - In Mexiko haben 66,1 Prozent der Frauen ab 15 Jahren bereits mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt erlitten. Das hat eine landesweite Umfrage des Nationalen Instituts für Statistik und Geografie (INEGI) ergeben, berichtet das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag.

Das Ziel der "Nationalen Umfrage über die Dynamik der Familienbeziehungen 2016" bestand darin, festzustellen, wie viele mexikanische Frauen in den letzten zwölf Monaten Opfer von Gewalt gewesen sind und welche Form der Gewalt sie erlebt haben. Die Umfrage unterscheidet physische, psychische, sexuelle und wirtschaftliche Gewalt und dokumentiert auch die Orte, an denen die Frauen am häufigsten angegriffen wurden: am Arbeitsplatz, in der Schule, Familie, Gemeinde oder im öffentlichen Raum. Erfasst wurden auch die Täter, die die Gewalt ausgeübt haben, darunter Ehemänner, Lebenspartner, Freunde, Familienmitglieder, Kommilitonen oder Unbekannte. Aus der Umfrage ergab sich, dass etwa 30,7 Millionen der mexikanischen Frauen mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer, psychischer oder sexueller Gewalt werden.

Die meisten dieser Gewaltanwendungen finden innerhalb von Beziehungen statt, in denen der Ehemann, der Freund oder der Lebenspartner die Frauen angreifen, schreibt amerika21. 43,9 Prozent der Mexikanerinnen, die eine Beziehung haben, sind mindestens ein Mal Opfer. Auch Straßen und andere öffentliche Räume sowie die öffentlichen Verkehrsmittel in Mexiko sind die Orte, an denen Frauen meistens angegriffen werden. Dies sowohl durch aggressive Handlungen wie Einschüchterungen oder Belästigungen als auch durch sexuelle Übergriffe.Die Umfrage wird alle fünf Jahren durchgeführt, zuletzt von Oktober bis November 2016. INEGI hat 2017 in Zusammenarbeit mit der Nationalen Universität Mexikos (UNAM) und mit dem Forschungsinstitut Colegio de México die Fragen ausgearbeitet, um genauere Informationen über die Gewalt gegen Frauen im Land zu erhalten.

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Quelle: amerika21.de/


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