GTZEschborn (epo). - In den von der Flutkatastrophe besonders stark betroffenen Ländern Sri Lanka und Indonesien intensiviert die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) ihre Arbeit in der Not- und Übergangshilfe. Dabei tritt jetzt der Wiederaufbau der zerstörten Regionen stärker in den Vordergrund der GTZ-Aktivitäten in den beiden Ländern. Schon seit den ersten Tagen nach der Katastrophe leistete die GTZ Not- und Soforthilfe im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ).

 

In Sri Lanka konzentrieren sich die Hilfsmaßnahmen auf die von der Flut am stärksten betroffenen Regionen des Landes. Von der Nordspitze der Insel, in den Distrikten Jaffna und Mullativu, die Ostküste hinunter über Trincomalee, Batticaloa, Ampara, bis zur Südspitze nach Hambantota. Dabei geht es um Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung, den Bau von Notunterkünften und die Instandsetzung von landwirtschaftlichen Bewässerungssystemen und Verkehrswegen. Außerdem unterstützt die GTZ kleinere und mittlere Unternehmen beim Wiederaufbau. Fischereigenossenschaften erhalten Boote, Netze und Kühlanlagen. Auch Lagerhallen und Verladestellen werden instandgesetzt. Die Kapazitäten der betroffenen Distrikt- und Gemeindeverwaltungen zur Bewältigung der Folgen der Flutkatastrophe werden gestärkt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur psycho-sozialen Betreuung von Überlebenden der Flutkatastrophe gefördert. Alle Aktivitäten werden über bestehende Strukturen bereits seit längerem laufender Vorhaben der GTZ umgesetzt.

In Indonesien wird die GTZ im Distrikt Bireun im Osten der Provinz Banda Aceh tätig. Hier arbeitet sie eng mit dem nationalen Koordinationskomittee in Banda Aceh zusammen. Die GTZ hilft beim Bau von Notunterkünften für mehr als 10.000 Menschen, sanitären Anlagen und dem Wiederaufbau der dörflichen Infrastruktur, insbesondere von Gesundheitsstationen. Logistische Unterstützung wird geleistet bei der Familienrückführung in die nicht zerstörten Heimatdörfer. Weiterhin unterstützt die GTZ Aktivitäten der psycho-sozialen Betreuung von traumatisierten Menschen, vor allem von Frauen, Kindern und Jugendlichen in den Notunterkünften. Sie arbeitet dabei jeweils eng mit dem Entwicklungsbeauftragten des BMZ, dem Koordinationsbüro der Deutschen Botschaft sowie den Vereinten Nationen zusammen.

Die GTZ ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Seit 30 Jahren bietet sie zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer globalisierten Welt. Die GTZ unterstützt komplexe Reformen und Veränderungsprozesse, auch unter schwierigen Bedingungen. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig zu verbessern. Hauptauftraggeber der GTZ ist das BMZ.

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