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LibanonBeirut/Aachen (epo.de). - Vier Wochen nach den Kämpfen im Südlibanon wächst in der Bevölkerung die Hoffnung auf Frieden. UN-Generalsekretär Kofi Annan ist zuversichtlich, die im Libanon stationieren UN-Truppen bis Freitag auf 5.000 Mann verdoppeln zu können. Viele der in ihre Dörfer zurückgekehrten Südlibanesen stehen jedoch buchstäblich vor den Trümmern ihrer Existenz. Wie sie den kommenden Winter überstehen sollen, ist für die meisten eine ungelöste Frage. Maria Haarmann, Nahost-Referentin beim katholischen Hilfswerk MISEREOR, schildert die prekäre Lage der Zivilbevölkerung.
Zerst?rtes Haus in Beirut. Foto: MalteserBeirut/Köln (epo.de). - Die Malteser haben die internationale Staatengemeinschaft anlässlich der am Donnerstag in Stockholm stattfindenden Geberkonferenz zu umfassender Hilfe für den Libanon aufgefordert. "Die Zerstörung ist enorm. In Bint Dschbeil sind vier Fünftel der 1.500 Häuser zerstört. Das Gesundheitswesen im Südlibanon muss fast komplett neu aufgebaut werden", erklärte der Leiter von Malteser International, Ingo Radtke.
StreubombeBeirut/München (epo.de). - Im Libanon sind vermutlich mehr als 200 Gebiete durch nicht explodierte Munition aus Streubomben gefährdet. Die Blindgänger stellen nach Angaben der Münchener Hilfsorganisation Handicap International derzeit eine der größten Bedrohungen für die Zivilbevölkerung im Südlibanon dar. Nach einem Bericht der New York Times untersucht das US-Außenministerium den Streubomben-Einsatz durch Israel, da dieser möglicherweise gegen geheime Abkommen mit der US-Regierung verstoßen habe. Die meisten von Israel verwendeten Streubomben stammen aus den USA. Menschenrechtsorganisationen drängen seit langem auf ein Verbot der "Cluster Bombs".
medicoBeirut/Frankfurt (epo.de). - Die Debatten um Aufgaben und Mandat der UN-Friedenstruppen im Libanon werden von der Zivilgesellschaft mit Sorge betrachtet. "Viele unserer Partner fürchten, dass die UN-Truppen der Fragmentierung des Libanons noch Vorschub leisten könnten", berichtete Martin Glasenapp, Nahost-Koordinator von medico international. Die UN-Truppen müssten ein klares Mandat zur Stärkung der staatlichen Souveränität des Libanons haben.
LibanonBeirut/Berlin (epo.de). - Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat mit der Untersuchung und Überwachung der Ölverschmutzung an der libanesischen Küste begonnen. Die israelischen Behörden hätten jetzt Sicherheitsgarantien für die Flüge zugesagt, teilte das UNEP am Dienstag mit. Nichtstaatliche Organisationen haben unterdessen ihre Hilfe für die Opfer des Krieges verstärkt. Die Malteser wollen sechs Tonnen Medikamente verteilen, die in Beirut eingetroffen sind.
LibanonBeirut/Berlin (epo.de). - Die libanesische Armee hat damit begonnen, Truppen in den Süden des Landes zu verlegen und die Kontrolle über das bislang von der Hisbollah-Miliz beherrschte Gebiet wiederzuerlangen. Gleichzeitig leitete die israelische Armee den Rückzug ihrer Truppen südlich des Litani-Flusses ein. Hilfsorganisationen forderten eine rasche Umsetzung der UN-Resolution und die notwendige Sicherheit für humanitäre Hilfe.
Dan HalutzJerusalem/Berlin (epo.de). - Der als "Vergeltung" für die Entführung zweier Soldaten durch die Hisbollah-Miliz deklarierte Krieg Israels gegen militärische und zivile Ziele im Libanon war offenbar von langer Hand geplant. Israels Generalstabschef Dan Halutz, strategischer Kopf des Libanon-Feldzuges, nutzte sein "Insiderwissen" aber auch für private Aktiengeschäfte. Kurz nach der Entführung der Soldaten und noch vor dem Ausbruch der Kampfhandlungen löste Halutz nach israelischen Medienberichten sein privates Aktiendepot auf, um kriegbedingte Kursverluste zu vermeiden. Hohe Offiziere im Generalstab forderten seinen sofortigen Rücktritt.
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