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libanon beirut malteser 200Beirut - Entwicklungsminister Gerd Müller hat bei seinen politischen Gesprächen am Donnerstag den libanesischen Staat und seiner Bevölkerung Anerkennung für die große Leistung bei der Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien gezollt. Fast jeder Dritte in dem 4 Millionen-Einwohnerland ist inzwischen ein Flüchtling.

"Kein Land hat so viele Menschen aus Syrien im Verhältnis zur eigenen Einwohnerzahl aufgenommen. Das geht an die Grenzen der Belastbarkeit, zumal im Libanon seit Jahrzehnten hunderttausende palästinensische Flüchtlinge leben", sagte Minister Müller in Beirut.

"Deutschland lässt sie bei dieser schwierigen Aufgabe nicht allein", betonte er bei seinen Gesprächen mit Premierminister Tammam Salam und dem Minister für soziale Angelegenheit, Rashid Derbas. Müller kündigte eine Verstärkung der deutschen Unterstützung an: "Damit auch weiterhin 80.000 Kinder in die Schule gehen können, die Nahrungsmittelrationen nicht gekürzt werden müssen und weitere Wasserleitungen gebaut werden können, haben wir unsere Mittel für den Libanon für dieses Jahr noch einmal um 55 Millionen Euro aufgestockt."

Für die 3. Geberkonferenz zur Syrienkrise Ende des Monats in Kuwait stellte der Bundesminister weitere 52 Millionen Euro in Aussicht. Deutschland gehört bei der Flüchtlingshilfe zu den wichtigsten Partnern des Libanons. Insgesamt hat die Bundesregierung seit 2012 das Land mit knapp 250 Millionen Euro unterstützt.

Am Mittag besuchte BM Müller eine Zeltstadt für syrische Flüchtlinge in der Bekaa-Ebene und eine Schule. Zudem traf er sich mit Bürgermeistern von aufnehmenden Gemeinden. Am Abend wir die deutsche Delegation im türkischen Gaziantep erwartet.

Quelle: bmz.de


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