Wieczorek-ZeulBerlin (epo). - Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat in Berlin eine Petition gegen Kinderarbeit entgegen genommen. Die Petition ist Teil der Kampagne "Stopp Kinderarbeit. Schule ist der beste Arbeitsplatz", die von der Deutschen Welthungerhilfe gemeinsam mit der indischen Kinderrechtsorganisation MV Foundation durchgeführt wird.

"Alle internationalen Untersuchungen belegen: Mit jedem Schuljahr, dass ein Mädchen in die Schule geht, sinkt die Zahl von unfreiwilligen Schwangerschaften", sagte Wieczorek-Zeul. "Mädchen, die Schulbildung erhalten haben, haben viel häufiger die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Und Kinder von Müttern mit abgeschlossener Schulbildung sind häufig gesünder und erhalten auch selbst eine Schulbildung."

Bildung sei nach wie vor weltweit der Schlüssel zu Entwicklung, betonte Wieczorek-Zeul. Deshalb werde das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seine Mittel für Bildungsmaßnahmen bis zum Jahr 2007 auf jährlich 120 Millionen Euro erhöhen. Außerdem unterstütze das BMZ internationale Anstrengungen, wie die Fast-Track-Initiative der Weltbank, um das Millenniumsentwicklungsziel, bis zum Jahr 2015 allen Kindern den Schulbesuch bis zum 14. Lebensjahr zu ermöglichen, zu erreichen.

Gleichzeitig erinnerte die Ministerin daran, dass das BMZ zahlreiche Maßnahmen gegen Kinderarbeit unterstütze. Dazu gehöre die Förderung fair gehandelter Produkte, die garantiert ohne die Arbeit von Kindern hergestellt werden. Außerdem habe das BMZ gemeinsam mit deutschen Unternehmen, die international tätig sind, einen Verhaltenskodex entwickelt, in dem beschrieben wird, wie auch in Entwicklungsländern ohne Kinderarbeit produziert werden kann.

"Außerdem erwarten wir von deutschen Unternehmen, die international tätig sind, dass sie Kinderarbeit in keiner Form dulden. Diese Maßstäbe sollten sie auch von ihren Zulieferfirmen verlangen", forderte Wieczorek-Zeul.

? Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)


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