global education week 100Wiesbaden. - Unter dem Motto "Make Equality Real! – Vielfalt leben, Gleichheit herstellen!" startet am 14. November die Global Education Week 2015. Die vom Nord-Süd Zentrum des Europarates europaweit ausgerichtete Woche hat zum Ziel, Themen des Globalen Lernens in die Öffentlichkeit zu tragen und bildungspolitische Akteurinnen und Akteure zu vernetzen. In Deutschland werden schwerpunktmäßig die Themen Chancengleichheit, Nicht-Diskriminierung und Geschlechtergleichstellung behandelt.

Alle Menschen seien als gewissens- und vernunftbegabte Wesen frei und gleich an Würde und Rechten geboren, hieß es 1948, als die US-amerikanische Menschenrechtsaktivistin Eleanor Roosevelt die Manifestation der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verlas. Staaten haben damit noch heute die Pflicht, alle Menschen mit der gleichen Würde zu behandeln und ihnen die gleichen Entwicklungschancen zu ermöglichen, unabhängig davon, welcher Nationalität, welchem sozialen Stand oder Geschlecht jemand angehört. In diesem Sinne bedeutet "Gleichheit" nicht, dass die individuelle Situation der Menschen oder ihre Fähigkeiten identisch wären, sondern dass die Freiheit des einen nicht zu Lasten der Freiheit anderer gehen kann.

Doch die Realität weltweit und in Deutschland ist eine andere. So vergrößerte sich die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland seit Mitte der 1980-er Jahre, wie aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht. Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung verdienten damals fünf Mal mehr als die ärmsten zehn Prozent – heute ist es sieben Mal so viel.

Über die europaweiten Aktivitäten im Rahmen der Global Education Week informiert eine Website des Nord-Süd Zentrums des Europarates (www.nscglobaleducation.org). Auf nationaler Ebene ist die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd, angesiedelt beim World University Service (WUS), für die Koordination der Global Education Week zuständig (www.globaleducationweek.de). Diese hat Schulen, Universitäten, außerschulische Bildungseinrichtungen, nichtstaatliche Organisationen, staatliche Institutionen, lokale und regionale Initiativen dazu aufgerufen, im Rahmen der Woche Workshops, Ausstellungen, Filme, Projekttage, oder Unterrichtseinheiten zu organisieren und insbesondere Kinder und Jugendliche einzubeziehen.

Die bereits angemeldeten Projektbeiträge, Angebote und Veranstaltungen sowie eine umfangreiche Materialliste zum diesjährigen Motto können auf der Homepage eingesehen werden. "Die diesjährige Global Education Week möchte hierauf aufmerksam und neugierig machen und ich lade Sie ein, sich über das Thema und die Angebote hierzu zu informieren", erklärte Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS.

=> www.globaleslernen.de 

Quelle: www.wusgermany.de 


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