ADHKöln (epo). - Ein Erdbeben der Stärke 6,7 mit Epizentrum in Afghanistan hat zwei Monate nach dem verheerenden Erdbeben in der Kaschmir-Region viele Einwohner wieder in Panik versetzt. "Hier herrscht Endzeitstimmung, die Menschen haben Angst und glauben, das Erdbeben von Anfang Oktober und die erneuten Erschütterungen seien der Anfang vom Ende", berichtete Iris Manner, Medienkoordinatorin von Aktion Deutschland Hilft (ADH), aus Muzaffarabad.

Auch unter diesen Bedingungen läuft die Winterhilfe der ADH-Mitgliedsorganisationen weiter: Nach wie vor verteilen CARE, HELP, Malteser International und World Vision winterfeste Zelte, Wellbleche, Decken, Matratzen und Öfen. 14.500 Erdbebenopfer erhielten von World Vision 450 Tonnen Nahrungsmittel, die ihre Ernährung über den Winter sicherstellen.

Nach Angaben des pakistanischen Fernsehsenders PTV kümmern sich derzeit 51 ausländische medizinische Hilfsteams, unter ihnen 233 pakistanische Ärzte, um die medizinische Versorgung der Erdbebenopfer. Bislang seien 47 Feldkrankenhäuser errichtet worden.

Die offiziellen Zusagen für finanzielle Unterstützung der Erdbebenopfer reichen nach Angaben der ADH weiterhin nicht aus. Von den 27 Millionen US-Dollar, die die Weltgesundheitsorganisation bei der internationalen Staatengemeinschaft angefordert hat, sei erst die Hälfte eingetroffen. Deshalb seien Spenden von Privatpersonen weiterhin wichtig, denn die Nothilfe sei auch zwei Monate nach dem Beben noch nicht abgeschlossen.

Aktion Deutschland Hilft (ADH) ist ein 2001 gegründetes Bündnis von zehn deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um nach einem gemeinsamen Spendenaufruf schnelle und effektive Hilfe zu leisten.

 Aktion Deutschland Hilft
Spendenhotline: 0900 55 10 20 30
Spendenkonto 10 20 30 Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Stichwort: Erdbeben Südasien


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