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suedwind 200Bonn. - Mehr als 60 Mio. Menschen weltweit befinden sich derzeit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Hunger oder den Auswirkungen von Naturkatastrophen. Die Zahl der Migranten wird weltweit auf ca. 240 Mio. Menschen geschätzt. So viele gab es noch nie. Die Trennlinie zwischen Flucht und Migration ist nicht immer eindeutig und wird sehr häufig, je nach politischen Interessen der Zielländer, unterschiedlich gezogen. Zu dem Thema hat SÜDWIND am Dienstag eine neue Studie veröffentlicht.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will die Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit mit den Partnerländern auf die Vertreibungs- und Migrationsfragen verlegen. Damit rücken jene Länder in den Mittelpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, in denen sich viele intern Vertriebene aufhalten, die wichtige Transitländer sind oder die eine größere Anzahl an Flüchtlingen aufgenommen haben. Konkret handelt es sich um Länder und Regionen, wie Syrien, den Mittleren Osten, Nordafrika, das Horn von Afrika, den Balkan, die Ukraine, Afghanistan und Pakistan.

Im Gegensatz zu den Millenniums-Entwicklungszielen (MDG) der Vereinten Nationen, die im Jahr 2000 formuliert wurden, haben Migration und Flucht in den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG) der Agenda 2030 eine explizite Erwähnung gefunden. Die SDG umfassen 17 Ziele zur Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeitsförderung. Es gibt allerdings kein globales Ziel, das sich explizit und ausschließlich den Themen Migration und Flucht widmet.

Migranten und Flüchtlinge, die auf der Suche nach Schutz und einem besseren Leben in den Globalen Norden kommen, tun dies nicht leichtfertig. Der Entscheidung, die Heimat zu verlassen, gehen meist Erfahrungen von Gewalt, Entbehrung und Armut voraus. Aber woher konkret rühren die Gründe für den Aufbruch? Was ist der Zusammenhang zwischen Migration und Globalisierung? Kann Migration eingedämmt werden? Hat Migration negative Auswirkungen auf die Herkunftsländer oder positive auf die Zielländer?

Die Studie befasst sich unter anderem mit diesen und weiteren Fragen zu den Themen Flucht, Migration und Entwicklungszusammenarbeit. Sie beleuchtet sowohl an einigen Beispielen die Ausgangssituationen in den Herkunftsländern der MigrantInnen und Flüchtlinge – seien es politische, wirtschaftliche, kulturelle oder durch den Klimawandel bedingte Ursachen – als auch die Mechanismen und politischen Rahmenbedingungen, die zu Flucht und Migration führen.

=> Die Studie kann über www.suedwind-institut.de/publikationen/2016/ bestellt werden und steht auch dort zum Download bereit. 

Quelle: suedwind-institut.de


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