Nürnberg. - Nach der letzten Sitzung der vier Fachjurys am 8. November 2016 stehen die sechs Preisträger des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises 2016 fest: Ein zentrales Thema der Filme bildeten Fluchtursachen, Fluchtverläufe und schließlich die Ankommens-/Lebenssituation Geflüchteter in Deutschland und Europa. Darüber hinaus hatten die Filmemacher_innen eine enorme inhaltliche Bandbreite menschenrechtlich relevanter Themen bearbeitet.

 

Kategorie Langfilm: "cahier africain von Heidi Specogna, Dokumentarfilm von 2016

Kategorie Kurzfilm: "Esperanza 43“ von Oliver Stiller, Dokumentarfilm von 2015/2016

Kategorie Magazinbeitrag: "Künstler gegen das Verbrechen“ von Alexander Bühler und Jens-Uwe Korsowsky, Magazinbeitrag/Kultur von 2015

Kategorie Hochschule: "Where to, Miss?" von Manuela Bastian, Dokumentarfilm von 2015

Kategorie Amateure:  "Morgenland“ von Sonja Elena Schroeder, Luise Rist, Hans Kaul und Thomas Kirchberg, Essayfilm von 2015

Kategorie Bildung: "Durch den Vorhang“ von Arkadij Khaet, Drama von 2016, 27:00 Minuten (Produktion: Freigeist|Film / Macromedia Hochschule Köln)

Im April 2016 wurde die zehnte Wettbewerbsrunde zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ausgeschrieben. Bis zum Stichtag 18 August 2016 wurden 385 Produktionen in den fünf Kategorien Langfilm, Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule und Amateure zur Sichtung und Bewertung vorgelegt. Zudem wurde aus allen Einreichungen ein Bildungspreis ermittelt.

Vier Fachjurys hatten während der letzten Tag und Wochen nach den überzeugendsten Produktionen gesucht. Nach der letzten Sitzung stehen nun alle Preisträger fest, die am 10. Dezember 2016 in der Nürnberger Tafelhalle geehrt werden.

"In den sechs Preisträger-Filmen spiegeln sich sowohl die hohe Qualität der vorgelegten Filme als auch die Vielfalt behandelter Themen wider, die vom Themenkomplex Flucht und Integration über ‚Verschwindenlassen‘ oder Chancengleichheit von verschiedensten Menschen bis zu Filmen über die jüngere deutsche Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus reichen", so Klaus Ploth, Mitglied des Veranstalterkreises des Wettbewerbs. Und weiter: "In den Filmen wurde erneut sichtbar, dass Menschenrechte weltweit unter Druck geraten. Entwicklungen in der Türkei oder Ungarn, die Lage in den Sub-Sahara-Gebieten oder die Rolle Deutschlands in der Frage von Waffenexporten in Krisenregionen belegen dies."

Die zehnte Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises wird erneut in der Nürnberger Tafelhalle stattfinden. Der Kabarettist, Fernsehmoderator und Musiker Christoph Süß führt vor 450 Gästen aus Politik, Medien, Kirchen und Verbänden durch die Abendveranstaltung. Hauptredner der Preisverleihung wird Professor Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion und Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, sein.

Quelle: menschenrechts-filmpreis.de/


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