bmzBerlin. - Derzeit spielen 16 Fußballmannschaften im afrikanischen Gabun um den wichtigsten Pokal des Kontinents: den Afrika-Cup. Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) setzt mit der Initiative "Mehr Platz für Sport – 1000 Chancen für Afrika" auf das Potenzial des Sports. Die Initiative wurde von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gemeinsam mit Hertha BSC-Präsident Werner Gegenbauer am Donnerstag in Berlin vorgestellt.

"Sport – und besonders Fußball – öffnet Herzen auf der ganzen Welt", sagte Entwicklungsminister Müller. "Die Sprache des Fußballs wird überall verstanden – von Kindern im weltgrößten Flüchtlingscamp in Kenia genauso wie von Staatspräsidenten. Sport stärkt die Persönlichkeit und vermittelt Werte wie Fair Play, Teamgeist, Disziplin und Respekt. Die Botschaft lautet: Als Team sind wir am stärksten."

Das BMZ hat sich deshalb starke Partner mit ins Boot geholt. Neu dabei ist der Bundesligaverein Hertha BSC, der die Initiative in Berlin und auch in Afrika unterstützen will – beispielsweise mit dem Bau von Sportplätzen in den Heimatländern seiner Spieler. Der Erstligist gibt der Initiative beim Spiel gegen den FC Ingolstadt am 4. Februar im Olympiastadion – ein Tag vor dem Finale des Afrika-Cups – eine öffentliche Plattform mit der Botschaft: "Sport verbindet – und zwar weltweit".

Hertha BSC-Präsident Werner Gegenbauer erklärte: "Sport, insbesondere der Fußball, hat eine hohe integrative Funktion und besitzt ein großes Potenzial für die Entwicklung junger Menschen. Wir als Hertha BSC, als Verein der Bundesliga, wollen gemeinsam mit dem BMZ die Kraft des Fußballs nutzen, um die Entwicklung der jungen Menschen dort und damit des ganzen Kontinents zu fördern und zu unterstützen."

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit schafft mit dem Bau und der Renovierung von Sportplätzen sichere Orte der Begegnung und des Miteinanders. Bereits 35 Sportplätze in zehn Ländern Afrikas sind laut BMZ fertiggestellt, mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche profitieren davon.

Über das Thema Sport können viele entwicklungspolitische Kernthemen transportiert werden. Das BMZ setzt hier vor allem auf die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern. Wissen zu Themen wie HIV/Aids-Prävention, Gewaltprävention und Geschlechtergerechtigkeit werden im sportlichen Miteinander vermittelt. Für den jüngsten Kontinent der Welt mit einem Durchschnittsalter von unter 20 Jahren trägt das Programm auf diese Weise dazu bei, dass Kinder und Jugendliche bessere und selbstständige Perspektiven für ihr Leben entwickeln und Zukunftschancen ergreifen können.

Quelle: www.bmz.de 


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