bmz Johannesburg. - Den Marshallplan mit Afrika und die neue G20-Partnerschaft mit Afrika hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Thomas Silberhorn, am Mittwoch im südafrikanischen Johannesburg vorgestellt. Vor Vertretern der T20 – einem Netzwerk von Think Tanks der in den G20 zusammengeschlossenen Länder – verwies Silberhorn auf den mit Südafrika vereinbarten Dialog zur Migrationspolitik.

"Südafrika hat nach Schätzungen fünf Millionen Migranten aufgenommen, davon sind 1,5 Millionen offiziell registriert. Der Äquator ist zur Wegscheide für die Auswanderung aus Afrika geworden", sagte Silberhorn. "Nördlich des Äquators streben die Migranten nach Europa, südlich davon nach Südafrika. Die neue Zusammenarbeit in der Migrationspolitik zwischen Deutschland und Südafrika liegt daher im beiderseitigen Interesse."

Um Zukunftsperspektiven für die schnell wachsende junge Generation zu schaffen, brauche Afrika jedes Jahr 20 Millionen neue Jobs", so der Staatssekretär. Das erfordere eine ganz neue Dimension in der Zusammenarbeit. "Deutschland macht deshalb die Partnerschaft mit Afrika zu einem Schwerpunkt der deutschen G20-Präsidentschaft", so Silberhorn in Johannesburg. "Mit unserem Marshallplan mit Afrika wollen wir reformorientierte Regierungen stärker unterstützen und faire Rahmenbedingungen für Handel und Investitionen befördern."

Im Rahmen einer viertägigen Reise durch das südliche Afrika führte Silberhorn in Gaborone (Botswana) Gespräche mit der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC). Dabei standen die regionale wirtschaftliche Integration und der Handel mit der Europäischen Union im Mittelpunkt. In bilateralen Gesprächen mit botswanischen Regierungsvertretern ging es um Perspektiven für die Jugend durch berufliche Bildung.

Eine weitere Station der Reise ist Namibia. Deutschland und Namibia verbindet aus historischen Gründen eine besonders enge Partnerschaft; die Gesamtzusagen in der Entwicklungszusammenarbeit betrugen bis 2016 über 930 Millionen Euro. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind das Management natürlicher Ressourcen, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Transport. Mit Regierungsvertretern will Thomas Silberhorn Gespräche über die wirtschaftliche Situation des Landes sowie über die bilaterale Zusammenarbeit führen. Bei Begegnungen mit der namibischen Außenministerin sowie Vertretern der Herero und Nama will sich Thomas Silberhorn zudem über den aktuellen Stand des Dialogs zur deutsch-namibischen Vergangenheitsbewältigung informieren.

Quelle: www.bmz.de 


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