amerika 21Quito. - Der Kandidat der Regierungspartei Alianza País, Lenín Moreno, hat den direkten Sieg bei den Präsidentschaftswahl in Ecuador im ersten Wahlgang nach Auszählung von knapp 83 Prozent der Stimmen knapp verpasst. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Montag berichtet. Moreno erreichte etwa 39 Prozent der Stimmen. Stärkster Widersacher ist der rechte Kandidat Guillermo Lasso (Creo) mit rund 29 Prozent. Moreno scheint damit die 40 Prozent-Hürde zu verfehlen. Dies hätte ihm einen Sieg bereits im ersten Wahlgang garantiert. Es läuft damit auf eine Stichwahl am 2. April zwischen Moreno und Lasso hinaus.

Die Kandidatin der Christlich-Sozialen Partei (PSC), Cynthia Viteri, landete mit 16 Prozent auf dem dritten Platz. Der ehemalige Bürgermeister von Quito, Paco Moncayo, wurde mit rund sieben Prozent der Stimmen Vierter. Die Wahlbeteiligung lag trotz Wahlpflicht bei etwa 82 Prozent. Über den gesamten Wahlabend hinweg bewegte sich Moreno nahe der 40 Prozent, die ihm bei einem Zehn-Prozent-Vorsprung einen direkten Sieg gesichert hätten, so amerika21. Schlussendlich konnte er diese Hürde aber wohl nicht überspringen.

In der Hauptstadt Quito versammelten sich bereits nach Veröffentlichung der ersten partiellen Auszählungsergebnisse durch den Nationalen Wahlrat (CNE) Parteigänger der in Führung liegenden Kandidaten. Die Anhänger der Regierungspartei Alianza País bejubelten vor der Parteizentrale den Sieg ihres Kandidaten und gingen, auch unterstützt durch eine kämpferische Rede Morenos, davon aus, den Sieg im ersten Wahlgang erreicht zu haben. Auch der amtierende Präsident Rafael Correa zeigte sich den Wahlabend über siegessicher. Anhänger Lassos wiederum skandierten vor dem Gebäude des Nationalen Wahlrats, dass es in jedem Fall eine Stichwahl geben müsse. Lasso selbst ging bereits relativ frühzeitig davon aus, die Stichwahl erreicht zu haben, wie er über Twitter verbreitete.

Die drittplatzierte Viteri erklärte schon kurz nach den ersten Hochrechnungen, dass sie in der Stichwahl den rechten Kandidaten Lasso unterstützen werde. Der auf dem vierten Platz gelandete Moncayo hatte bereits vor der Wahl klargestellt, in keinem Fall Moreno unterstützen zu wollen. Am Wahlabend bestätigte er dann nochmals, sich für keinen der beiden verbliebenen Kandidaten auszusprechen.

Aufgrund der Stimmenverteilung im ersten Wahlgang sieht es also danach aus, dass das rechte Lager mit einem leichten Vorteil in die Stichwahl gehen könnte, schreibt amerika21. Wenn man davon ausgeht, dass sich die Stimmen für die beiden rechten Kandidaten, Lasso und Viteri, in der zweiten Wahlrunde akkumulieren, könnte Lasso als Favorit in die Stichwahl Anfang April gehen.

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Quelle: www.amerika21.de 


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