Berlin. - Ein breites Bündnis nichtstaatlicher Organisationen nimmt die BAYER-Hauptversammlung am 28. April 2017 zum Anlass für Protest-Aktionen gegen die geplante MONSANTO-Übernahme. Unter dem Motto "BAYER und MONSANTO – Hände weg von unserem Essen!" kündigte das Netzwerk verschiedener Initiativen jetzt rund um das Aktionärs-Treffen Widerstand gegen die Transaktion an.

Zur Hauptversammlung sollen nach Angaben des "Koordinierungskreises der BAYER/MONSANTO-Demo" Proteste vor der Kölner Messehalle stattfinden. Reden zur Nicht-Entlastung des Vorstandes sind auf der Aktionärsversammlung selbst geplant. Parallel dazu soll in der Domstadt auch eine Demonstration mit Traktoren stattfinden. Zudem plant das Bündnis eine Podiumsveranstaltung in der Kölner Universität. Auch in Berlin wurde eine Kundgebung angekündigt. Ob der BAYER-Stammsitz Leverkusen ebenfalls mit Besuch rechnen muss, steht dagegen noch nicht fest.

"Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide von BAYER und MONSANTO wie z. B. Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, es droht Gentechnik durch die Hintertür und LandwirtInnen werden in den Ruin getrieben. Monokultur und Agrar-Industrie – Nein danke!", erklärte Simon Ernst, Sprecher des "Koordinierungskreises der BAYER/MONSANTO-Demo".

Axel Köhler-Schnura vom Vorstand der COORDINATION GEGEN BAYER-GEFAHREN (CBG) erwartet infolge des MONSANTO-Erwerbs zudem Arbeitsplatz-Vernichtungen. Überdies sind nach Ansicht Köhler-Schnuras Einnahme-Verluste der Standorte-Städte zu befürchten: "Bisher hat BAYER noch jeden Großeinkauf von der Steuer abgesetzt." Einzig das ökonomische Gebot, alljährlich die Renditen zu steigern, steht dem Diplom-Kaufmann zufolge hinter den jüngsten Entwicklungen. "Dieser Druck von Seiten der großen Finanzinvestoren wie etwa BLACKROCK treibt das zynische Monopoly-Spiel um das wichtigste Gut der Menschheit – die Ernährung – an."

Quelle: www.cbgnetwork.org 


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