amerika 21Rom. - Der Präsident der Organisation der Vereinten Nationen für Ernährung und Landwirtschaft (FAO), José Graziano da Silva, hat Boliviens Staatschef Evo Morales bei einem Treffen in Rom Unterstützung für Wasserversorgungs- und Bewässerungsprojekte zugesagt. Bolivien ist seit zwei Jahren von einer verheerenden Dürre betroffen. Das hat amerika21 am Dienstag berichtet.

Die FAO befürwortet demnach Boliviens Antrag auf Finanzmittel beim Grünen Klimafonds in Höhe von 250 Millionen US-Dollar zur Verbesserung der Wasserversorgung in den am meisten von der Dürre betroffenen Gebieten.

Die Gelder werden zum Teil als Spende, zum Teil als Darlehen vergeben.Graziano da Silva hob die Bedeutung der Wasserversorgungssicherheit vor allem für die Kleinbauern hervor. Zugleich betonte er die Notwendigkeit, bei der Schaffung von institutionellen Mechanismen zur Kontrolle und Verwendung der eingesetzten Mittel voranzukommen.Bolivien sei Opfer der globalen Erwärmung, so Morales. Es herrsche große Sorge im Land wegen der anhaltenden Dürre und des Regenmangels.

Er sei nach Rom gekommen, um mit der FAO zu untersuchen, wie der Grüne Fonds helfen könne, dieses Problem zu lindern. "Trinkwasserversorgung und Bewässerung für unsere indigenen Bauern zu garantieren, ist gleichbedeutend mit der Befreiung unserer Gemeinden von Armut", betonte er.Wenn die Mittel gewährt sind, werde ihre Verwendung in Bolivien durch das nationale Programm "Mi Riego" (Meine Bewässerung) gesteuert, das die Maßnahmen gegen die Wasserknappheit koordiniert. Morales hob die Institutionalität des Landes hervor, die es gestatte, Probleme wie die Dürre anzugehen. Die Regierung habe bereits zwei große Programme zur Verbesserung der Wasserversorgung durchgeführt.Dürreperioden und der Wassermangel haben sich in Bolivien in den letzten zehn Jahren zu einem wiederkehrenden Phänomen entwickelt, seit 2015 ist die Situation besonders gravierend, schreibt amerika21.

Bolivien leidet unter den Auswirkungen des Klimawandels in Form von längeren und sich wiederholenden Dürrezeiten, kurzen, aber heftigen Regenfällen und häufigerem Auftreten von Hagel und Frösten. Die Situation wird zudem noch durch die Zerstörung von Naturressourcen verschärft.

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Quelle: amerika21.de


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