amerika 21Managua. - Die UNO und der Internationale Währungsfond haben Nicaragua erhebliche Fortschritte bei Klimaschutz und dem Ausbau regenerativer Energiequellen bescheinigt. Großflächige Wiederaufforstung, der Bau eines Solarparks und mehrere Energiegesetze zeigten Wirkung, hieß es von dieser Seite. Zudem nutzten öffentliche Gebäude Sonnenenergie. Darüber hat amerika21 am Donnerstag berichtet.

Im Januar erklärte Achim Steiner, Direktor des Umweltprogramms der UNO (PNUMA), Nicaragua verwerte seine erneuerbaren Energieressourcen in beispielhafter Weise. Sein Bericht "Saubere Energie im 21. Jahrhundert" erläutert zudem, dass eine zunehmende Nutzung von Öko-Energie die Armut und die Umweltzerstörung in der Region vermindere. "Nicaragua, Brasilien und Uruguay sind für diesen Übergangsprozess beispielhaft", versicherte der PNUMA-Direktor.

Nicaragua erwartet, dass im Jahr 2020 fast 90 Prozent des Bedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt sein werden wird. Davon entfallen 48,3 Prozent auf Wasserstaudämme, 13,2 Prozent auf Biomasse, 11,2 Prozent auf Windenergie, 10,6 Prozent Prozent auf Erdwärme und 5,8 Prozent auf Sonnenenergie.

Im Bericht "Die globale Situation der erneuerbaren Energien"  der Umweltschutzorganisation WWF wird die Rolle Nicaraguas ebenfalls gelobt. "Schwellenländer wie Nicaragua, Honduras, Uruguay, Marokko, Südafrika und Jordanien sind weltweit führend beim Einsatz ökologischer Energien. Sie investieren mehr als ein Prozent des Bruttosozialproduktes, um solche Techniken zu verwenden und die Umweltverschmutzung zu vermindern", sagte Kim Carstensen vom WWF.

Nicaragua mache auch große Fortschritte bei der Wiederaufforstung. Sie ist Teil der Strategie zur Reduzierung des Kohlendioxyds. Die Organisation "Saubere Energie im 21. Jahrhundert" betont, Nicaragua gehöre zu den wenigen Ländern der Erde mit klaren Zielen und definierten Plänen in Bezug auf Energie und Klimaschutz.

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Quelle: amerika21.de


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