dahwWürzburg. - Die Dürre in Ostafrika fordert nicht nur jetzt bereits zahlreiche Todesopfer, sie zerstört auch langfristig die Zukunft der dort lebenden Menschen. Die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe hat, wie auch andere Hilfsorganisationen erschreckende Meldungen von ihren Mitarbeitern vor Ort erhalten und intensiviert ihren Einsatz vor Ort.

In Tansania und Kenia sind lang ersehnte und benötigte Regenfälle ausgeblieben oder so spät gekommen, dass viele Bauern sich nicht mal selbst ernähren können. Ähnlich sieht es in Somalia, Eritrea und Äthiopien aus, wo darüber hinaus das Vieh nicht mehr mit Wasser versorgt werden kann und verendet. Schon jetzt sind die meisten Menschen dort unterernährt und viele werden an Hunger sterben, warnen DAHW Mitarbeiter.

Besonders schlimm ist allerdings die Situation in Südsudan, so DAHW.  Durch den andauernden Bürgerkrieg zwischen Regierung und Opposition sind kaum Felder bestellt worden. Soldaten haben bereits erntereife Felder niedergebrannt, wie erst vor wenigen Tagen in Yei im südlichen Bundesstaat Central Equatoria an der Grenze zum Kongo.

Westlich davon, bei Nzara im Bundesstaat Western Equatoria, haben mehr als 5.000 Flüchtlinge ihr Lager neben einem Krankenhaus aufgeschlagen. Nach einer ersten Versorgung durch das Welternährungsprogramm WFP gibt es jetzt seit drei Wochen keine Lebensmittel mehr.

DAHW-Mitarbeiter berichten zudem, dass selbst in der Hauptstadt Juba es kaum mehr Lebensmittel auf den Märkten gibt. Selbst wenn etwas angeboten wird, sind die Preise für die meisten Menschen unerschwinglich. Streit um Nahrung gehöre in Südsudan inzwischen zum Alltag.

In Südsudan dürften bis zu 5.000 an Lepra sowie rund 50.000 an Tuberkulose erkrankte Menschen leben, die derzeit kaum eine medizinische Versorgung bekommen können. Besonders schlimm sieht es aus in Regionen, die aufgrund des Bürgerkriegs nicht erreichbar sind. Dort wird die Zahl der an diesen Krankheiten der Armut leidenden Menschen weiter stark ansteigen, befürchtet die DAHW.

In anderen Regionen berichten DAHW-Mitarbeiter, dass gerade die Ärmsten und Schwächsten, zu denen diese Patienten zumeist gehören, besonders unter dem Hunger leiden. Gibt es ein paar Lebensmittel, können sie sich diese nicht leisten. Gibt es welche, werden sie meist von der Verteilung ausgeschlossen, weil sie durch ihre Erkrankungen stigmatisiert sind.

Quelle: dahw.de


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