amerika 21Mexiko-Stadt. - Patricio Martínez García, Senator des mexikanischen Bundeslandes Chihuahua für die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), will die Neuvermessung und Korrektur der aktuellen Grenzlinie zwischen Mexiko und USA durchsetzen. Das hat amerika21 am Dienstag berichtet.

Laut Martínez wurde diese bereits im 18. Jahrhundert falsch ermittelt. Auf einem Abschnitt von 432 Kilometern liegen demnach rund 85.000 Hektar auf US-amerikanischenTerritorium, die aber zu Mexiko gehören würden und an die mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Sonora sowie an das nordamerikanische Bundesland Arizona angrenzen.

Der damalige Gouverneur von Chihuahua beruft sich dabei auf eine diplomatische Mitteilung des damaligen Militärdiktators Porfirio Díaz, der Mexiko von 1876 bis 1911 regierte. Dieser hatte am Ende seiner Amtszeit eine diplomatische Mitteilung an die USA bezüglich der Korrektur der Grenzlinie übersandt. Mit dem Beginn der Revolution im Jahr 1910 geriet diese Mitteilung in Vergessenheit, so amerika21.

Martínez hatte zuvor die Bildung einer Expertenkommission beim Senat angefordert, die diesen Auftrag übernehmen sollte. Der Senat hatte dies abgelehnt. Nun erhofft sich Senator Martínez. laut amerika21 vom Staat zumindest finanzielle und technische Mittel zur Unterstützung. Bei einer erneuten Ablehnung werde er die Neuvermessung aus eigener Tasche bezahlen, so der Senator in einem Radiointerview mit der Journalistin Carmen Aristegui. Für den Fall, dass Trump an seinem Vorhaben des Mauerbaus festhalte und bis dahin die entsprechende Korrektur der Grenzlinie nicht durchgeführt wurde, könnte Mexiko vor internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen oder dem internationalen Gerichtshof dagegen vorgehen, ergänzte der Senator. 

Der frühere Präsidentschaftskandidat der Partei der Demokratischen Revolution (PRD), Cuauhtemoc Cárdenas, und der Anwalt Guillermo Hadman vertreten ähnliche Auffassungen. Damals hätten die USA Mexiko unter Druck gesetzt, um das umstrittene Abkommen "Tratados de Guadalupe" zu unterzeichnen, so Hadman. Der Anwalt ist so wie Martínez der Meinung, dass Mexiko vor internationalen Gerichtshöfen dagegen vorgehen könne.

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Quelle: amerika21.de


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