caritasFreiburg. - Das Erzbistum Freiburg hat Caritas international eine Million Euro für die Hilfe zur Bewältigung der Hungerkrise in Ostafrika zur Verfügung gestellt. Diese Geste soll auch andere Menschen und Institutionen ermutigen, weitere Mittel für Hilfsprojekte zur Verfügung zu stellen. Das Erzbistum sichert damit die Finanzierung mehrerer Nothilfe-Projekte von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes.

"Wir wollen in einer dramatischen Notsituation unbürokratisch existenzielle Hilfe leisten. Es geht um Menschen, die in einer Region wohnen, die von der Weltöffentlichkeit weitestgehend vergessen scheint", erklärte Erzbischof Stephan Burger am Mittwoch in Freiburg.

Mit dieser Spende können die aktuellen Nothilfemaßnahmen von Caritas international in den Krisenregionen intensiviert und die Dürrevorsorgeprojekte weitergeführt werden. "Beides ist sehr wichtig", betonte Prälat Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes. "Wobei es vordringlich um das Überleben von Hunderttausenden in den Dürreregionen Ostafrikas gehen muss. Langfristig aber sollen die Menschen dank unserer Hilfe in der Lage sein, sich selbst zu helfen."

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, ist bereits seit Jahrzehnten in Ostafrika mit Katastrophenvorsorgeprojekten präsent. Die Verschärfung der Lage im Nordosten Kenias hat schon im Dezember 2016 zu ersten Nothilfemaßnahmen in der Region Marsabit County geführt. So verteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas-Partnerorganisationen Trinkwasser, Mais, Bohnen und Speiseöl an die dortige Bevölkerung und helfen dabei, dezimierte Viehbestände wieder aufzubauen. In Somalia und im Südsudan verteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerorganisationen Nahrungsmittel, Saatgut und Arbeitsgeräte und unterstützen beim Brunnenbau.

Im Südsudan und in Somalia verstärken die militärischen Konflikte die Hungersnot zusätzlich. Sie halten die Menschen aufgrund der unsicheren Situation davon ab, ihre Felder zu bestellen. "Die Region ist nicht allein von der Dürre getroffen, sondern vom bewaffneten Konflikt", sagte Simon Tremmel, Länderreferent von Caritas international.

Quelle: www.caritas-international.de 


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