amerika 21La Paz. - Die Regierung von Bolivien und soziale Bewegungen des Landes haben zu einem weltweiten Treffen zum Thema Flüchtlinge und Migration eingeladen, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21. Die "Konferenz der Völker für eine Welt ohne Mauern und für universelle Staatsbürgerschaft" wird am 20. und 21. Juni in Tiquipaya, Cochabamba, stattfinden und Basisorganisationen sowie Experten aus aller Welt zusammenbringen, die sich für die Rechte von Migranten und Flüchtlingen einsetzen.

"Angesichts dieses alarmierenden internationalen Phänomens und seiner Folgen haben wir als Regierung gemeinsam mit den sozialen Bewegungen entschieden, zu diesem Treffen einzuladen", sagte Präsident Evo Morales nach einem Treffen mit der Nationalen Koalition für Veränderung (Conalcam), in der Boliviens größte Indigenen, Arbeiter- und Bauernorganisationen zusammengeschlossen sind. Morales verwies auf die zunehmende globale Ungleichheit sowie die anhaltenden Militärinterventionen als Hauptursachen für die Migrationskrise der Welt, so amerika21.

Die Autoren eines Aufrufs drücken zudem ihre "tiefe Besorgnis" über die "Abschottungspolitik sowie die Kriminalisierung der Migration seitens der reichen Länder des Nordens gegen die Migranten aus dem Süden" aus. Konkret werden die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump und die Durchsetzung der sogenannten Rückführungsrichtlinie der Europäischen Union benannt, die auf eine die Abschiebung aller Migranten ohne gültige Papiere abzielt. Dieser Völkergipfel wird der dritte seiner Art in Bolivien sein, nach denen zum Klimawandel und zum Schutz der Mutter Erde, die in den Jahren 2010 und 2014 veranstaltet wurden, informiert amerika21.

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Quelle: amerika21.de


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