c20Berlin. - Über globale Zukunftsfragen diskutieren mehr als 200 zivilgesellschaftliche Organisationen auf dem C20-Gipfel am Sonntag und Montag in Hamburg. Der Gipfel dient außerdem der Formulierung von Forderungen an die Gruppe der G20. Der Gipfel der Civil20 (C20) ist der Höhepunkt eines sechsmonatigen Konsultationsprozesses der weltweiten Zivilgesellschaft.

"Die Beteiligung der Zivilgesellschaft ist entscheidend für die Erarbeitung von Lösungsansätzen für globale Krisen und Herausforderungen. Die Bundesregierung hat diesen Dialog im Rahmen ihrer G20-Präsidentschaft angestoßen. Jetzt müssen die G20 beweisen, dass sie unsere Forderungen und Anliegen ernst nehmen und in Politik umsetzen“, erklärte Heike Spielmans, Geschäftsführerin des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO).

Die Civil20 hatten ihre Positionen in sechs international besetzten Arbeitsgruppen in den vergangenen Monaten erarbeitet. Am 7. und 8. Juli tagen die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der 20 in Hamburg. "Der Dialog darf kein schmückendes Beiwerk der G20 sein. Wir erwarten von den G20 einen Politikwechsel im Sinne einer gerechten Globalisierung für alle", so Spielmans.

Sorge bereitet den Civil20 die Rolle der Zivilgesellschaft über die deutsche G20-Präsidentschaft hinaus. "Hier muss ein klares Signal an jene Staaten gesendet werden, in denen zivilgesellschaftliche Rechte zunehmend eingeschränkt werden. Die Bundesregierung sollte sich dafür einsetzen, dass zivilgesellschaftlichen Akteuren in allen G20-Staaten die Beteiligung an nationalen wie internationalen Politikprozessen ermöglicht wird", betonte Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung. "Wir brauchen mehr Demokratie, nicht mehr Autokratie, wenn die Globalisierung für alle und nicht nur für wenige Vorteile bringen soll. Davon sind wir noch weit entfernt."

Die Civil20 (C20) sind ein Zusammenschluss internationaler Organisationen der Zivilgesellschaft. Die C20 begleiten die Arbeit der G20 inhaltlich reflektierend und verleihen der internationalen Zivilgesellschaft zu global relevanten Themen eine gemeinsame Stimme. Im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft koordinieren das Forum Umwelt und Entwicklung und der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) den Dialog der deutschen und internationalen Zivilgesellschaft mit der Bundesregierung.

=> www.civil-20.org 

Quelle: www.venro.org 


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