amerika 21Bogotá. - In Kolumbien hat die ehemalige Rebellenorganisation Farc die Abgabe ihrer Waffenbestände unter Begleitung von Militärbeobachtern der UNO abgeschlossen. Lateinamerikanische Medien sprachen von einem historischen Tag. Ein Festakt unter Teilnahme führender Farc-Mitglieder, von Präsident Juan Manuel Santos und Regierungsvertretern sowie UN-Funktionären fand in einer der 26 Entwaffnungszonen im Departement Meta statt, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Mittwoch.

Die Hauptrede hielt der Chef der UN-Mission in Kolumbien, Jean Arnault. Er erinnerte an die wichtigen Schritte des Friedensprozesses, darunter der Waffenstillstand im August vergangenen Jahres. Seither hätten die Vertreter der UNO exakt 7.132 Kampfmittel aus den Händen der Farc entgegengenommen und sichergestellt.

Die Übergabe habe in den Entwaffnungszonen stattgefunden, in die sich die Farc-Kämpfer in den vergangenen Wochen und Monaten begeben hatten. Darüber hinaus bestätigt die UNO, 77 Waffenverstecke, sogenannte Caletas, ausfindig gemacht und neutralisiert zu haben. "Bis zum 1. August wird die (UN-)Mission alle Container mit Waffen aus den Sammelzonen entfernt haben“, fügte Arnault an.Mit der Übergabe der Kampfmittel ist der seit über 50 Jahren andauernde bewaffnete Konflikt zwischen der größten und ältesten Guerillagruppe Lateinamerikas und dem kolumbianischen Staat beendet.

Beobachter in Kolumbien sehen indes mit Sorge, dass die Gewalt rechtsgerichteter Paramilitärs andauert, schreibt amerika21. Vor allem um die 26 Entwaffnungszonen für die Farc könne es zu tödlichen Anschlägen auf die nun unbewaffneten Ex-Rebellen kommen. In den vergangenen Wochen und Monaten waren mehrere Farc-Mitglieder, aber auch Sozial- und Menschenrechtsaktivisten ermordet worden.

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Quelle: amerika21.de


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