bmz Berlin. - Immer mehr Jugendliche nutzen die Möglichkeiten der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative (DAJ). Das ist die Bilanz ein Jahr nach dem Start durch das Entwicklungsministerium (BMZ). Stattgefunden haben seither Begegnungen in Ländern wie Kamerun, Südafrika und in Deutschland. Entwicklungsminister Gerd Müller (CDU) hatte sich, angeregt durch Vorbilder wie das Deutsch-Französische Jugendwerk, persönlich für mehr Austausch zwischen jungen Menschen aus Deutschland und afrikanischen Ländern eingesetzt.

"Wir bringen die junge Generation zusammen", sagte Entwicklungsminister Müller. "Denn die Jugend von heute gestaltet die Welt von morgen. Mit der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative bauen wir unsere Angebote für junge Menschen stetig aus und setzen Impulse für eine Partnerschaft, in der die Jugend aus Afrika und Europa gemeinsam Zukunftsthemen angeht."

Seit einem Jahr können entwicklungspolitische Jugendbegegnungen mit Afrika stärker gefördert werden. Zudem werden bereits bestehende Programme wie der Freiwilligendienst "weltwärts" weiter ausgebaut. Gemeinnützige Vereine und Organisationen erhalten seither Unterstützung, indem sie einen Antrag über Engagement Global, den Service für Entwicklungsinitiativen, stellen.

Unter den Nutzern der neuen Angebote sind laut BMZ Gruppen wie junge Kulturschaffende, Pfadfinder, Umwelt-, Sport- und kirchliche Vereine. Über die Hälfte der beantragten 45 Programme laufen bereits und knapp 320 Menschen nehmen daran teil. Gefördert werden etwa Theateraufführungen, Projekte zur Aufarbeitung der gemeinsamen Kolonialgeschichte oder Schulungen für Multiplikatoren. Allen Projekten gemeinsam ist der Bezug zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die Partnergruppen sind dabei je einmal Gast und einmal Gastgeber.

Zeitgleich mit der DAJ wurde der Ausbau des Freiwilligendienstes "weltwärts", des entwicklungspolitischen Qualifizierungsprogramms ASA und des Schulaustauschprogramms ENSA sowie von Stipendien angestoßen. Die Zahlen der über "weltwärts" in Deutschland engagierten afrikanischen Freiwilligen sowie der an Austauschprogrammen teilnehmenden Jugendlichen stiegen dadurch deutlich und sollen bis 2019 auf 400 anwachsen. Auch bei den Schulaustauschprogrammen gibt es Zuwächse: Kamen 2015 noch 119 Jugendliche aus afrikanischen Ländern nach Deutschland, so waren es 2016 bereits 185, mit steigender Tendenz.

Die Jugendlichen Afrikas, die zunehmend über höhere Bildungsabschlüsse verfügen, repräsentieren die Chancen des Kontinents, so das BMZ. Bereits heute ist Afrika der Kontinent mit der jüngsten Bevölkerung: über 200 Millionen Menschen sind zwischen 15 und 24 Jahre alt.

Quelle: www.bmz.de 


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