aktion hungerBerlin. - Die Cholera-Epidemie im Jemen weitet sich rasant aus: Internationale Hilfsorganisationen sprechen inzwischen vom größten je dagewesenen Ausbruch. Aktion gegen den Hunger hat die Hilfe in der Hafenstadt Hodeidah weiter aufgestockt. Im Al Thowra-Behandlungszentrum kämpfen 70 Krankenschwestern und -pfleger sowie drei Ärzte Tag und Nacht um das Überleben ihrer geschwächten Patientinnen und Patienten.

"Wenn die Menschen bei uns eintreffen, untersuchen wir als erstes, wie dehydriert sie sind. Kinder, die nicht nur an Cholera erkrankt, sondern auch unterernährt sind, bekommen von uns Spezialnahrung und werden besonders intensiv betreut", sagte Elise Lacan, Notfall-Koordinatorin für Wasser und Hygiene im Jemen. 

Aktion gegen den Hunger hat seit Ende Mai fast 22.000 Frauen, Männer und Kinder erfolgreich behandelt. "Wir haben in dem Behandlungszentrum neue Toiletten gebaut, Fußbodenbeläge ausgewechselt, und einen Außenbereich geschaffen", sagte Lacan. Hygienemaßnahmen haben bei Cholera-Ausbrüchen oberste Priorität.

Damit sich die Cholera innerhalb des Behandlungszentrums nicht weiter ausbreitet, werden kranke und geheilte, aber noch geschwächte Patientinnen und Patienten räumlich getrennt. Außerdem werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fortlaufend zu Hygienemaßnahmen weitergebildet.

Jeden Tag infizieren sich im Jemen weitere 7.000 Menschen mit der Cholera, so die Aktion gegen den Hunger. Mehr als 20 Millionen seien auf humanitäre Hilfe angewiesen - mehr als zwei Drittel der Bevölkerung. Über zwei Millionen Kinder seien so schwer unterernährt, dass sie am Hunger sterben könnten. Aktion gegen den Hunger hilft seit 2012 im Jemen und ist aktuell mit über 300 Helferinnen und Helfern im Einsatz.

Quelle: www.aktiongegendenhunger.de 


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