amerika 21Bogotá. - Am Sonntag hat in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá der Nationalkongress der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) begonnen. Auf dem vom 27. August bis zum 1. September stattfindenden Event soll nach über 50 Jahren des bewaffneten Kampfs ihre neue politische Partei gegründet werden. Bei der feierlichen Auftaktveranstaltung waren rund 1.200 Delegierte der Organisation anwesend, die in den kommenden Tagen ein Parteiprogramm ausarbeiten werden, berichtete amerika21 am Dienstag.

Zudem waren eine Vielzahl nationaler und internationaler Gäste sowie rund 400 Pressevertreter vor Ort. "Mit diesem Kongress wandeln wir uns in eine neue, ausschließlich politische Organisation um, die ihre Ziele auf legalem Wege verfolgt", erklärte Farc-Anführer Rodrigo Londoño, alias Timochenko, und fügte hinzu: "Das heißt nicht, dass wir unser ideologisches Fundament verraten werden."

Die Organisation werde weiterhin für die Schaffung eines demokratischen politischen Systems kämpfen, das Frieden, soziale Gerechtigkeit, die Achtung der Menschenrechte und eine auf das Gemeinwohl ausgelegte wirtschaftliche Entwicklung garantiert.Luciano Marín, alias Iván Márquez, kritisierte in seiner Rede die schleppende Umsetzung des Friedensvertrags seitens der Regierung.

Dabei betonte er, dass bereits 3.000 Farc-Mitglieder dank des Amnestiegesetzes die Gefängnisse verlassen hätten, aber "wir erst ruhen werden, bis sich alle Inhaftierten in Freiheit befinden." Zudem beschwor Marín nochmals den revolutionären Gedanken der neuen Partei, schreibt amerika21. Diese soll starke Präsenz in den ländlichen Gebieten zeigen, in denen die Farc ihre Wurzeln hat, jedoch sollen zunehmend auch Städte in ihren Fokus gelangen.

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Quelle: amerika21.de/ 


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