uno fluechtlingshilfeBonn. - Weltweit können mehr als 750 Millionen Menschen nicht lesen und schreiben, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen und Mädchen. Mit dem Welttag der Alphabetisierung am 8. September, der 1965 durch die UNESCO ins Leben gerufen wurde, soll auf diesen Missstand aufmerksam gemacht werden. Laut UNO-Flüchtlingshilfe kann nur jedes zweite Flüchtlingskind eine Grundschule besuchen.

Für viele scheint es selbstverständlich, alltägliche Texte wie Einladungen oder Verträge zu lesen. Doch wer nicht über die nötige Lese- und Schreibkompetenz verfügt, für den stellt diese Aufgabe eine schier unüberwindbare Herausforderung dar.

Lesen und schreiben zu können, gilt als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Es bedeutet, sich eigenständig Informationen beschaffen zu können, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, zu arbeiten und sich so aus der Armut zu befreien. Doch das Erlernen dieser bedeutenden Kernkompetenzen ist in vielen Regionen der Welt nach wie vor ein Privileg. 

"Nur jedes zweite Flüchtlingskind kann die Grundschule besuchen, hat also die Möglichkeit, Lesen und Schreiben zu lernen und somit auf eine bessere Zukunft zu hoffen - ein Umstand, den es unbedingt zu ändern gilt", sagte Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. "Deshalb fördert die UNO-Flüchtlingshilfe Projekte, die unter anderem über die Vermittlung einfacher Deutschkenntnisse auf die Bildung und Beratung von Flüchtlingen in Deutschland abzielen." 

Zum Beispiel "KARIBUNI" aus Lebach. Dieses Projekt bietet jungen Flüchtlingen, die aufgrund eines unsicheren Aufenthaltsstatus sonst nicht an Sprach- und Integrationskursen teilnehmen dürfen und in vielen Fällen nicht an Schulen aufgenommen werden, dringend notwendige Unterstützung in Alltagssituationen. Außerdem eröffnet es den jungen Menschen Perspektiven. Deutschkurse und Freizeitmaßnahmen helfen bei der Integration und gleichzeitig bei der Verbesserung der Lebensbedingungen.

Quelle: www.uno-fluechtlingshilfe.de 


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