misereorAachen. - Mit 50.000 Euro unterstützt MISEREOR die Versorgung der aus Myanmar geflüchteten muslimischen Rohingyas in den Flüchtlingscamps im angrenzenden Bangladesch. In den letzten Wochen sind über 400.000 Menschen vor der Gewalt in ihrer Heimat, dem Rhakine-Staat im Westen Myanmars, über die Grenze nach Bangladesch geflohen. Die Vereinten Nationen befürchten jedoch, dass es bald doppelt so viele Flüchtlinge werden könnten.

"Die Situation im Grenzgebiet ist katastrophal", berichtete MISEREOR-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon. Bangladesch sei auf einen solchen Ansturm von Flüchtlingen nicht vorbereitet und kämpfe noch mit den Folgen der katastrophalen Überschwemmungen der letzten Wochen. Entsprechend chaotisch sei die Lage.

"Momentan harren die Menschen unter freiem Himmel und in notdürftig eingerichteten Flüchtlingscamps aus. Viele von ihnen sind verletzt, krank und dehydriert und haben nichts zu essen. Hinzu kommen immer noch die starken Regenfälle der Monsunzeit, die die Camps überfluten und die Lage, auch was die Seuchengefahr betrifft, zusätzlich verschlimmern", so Bröckelmann-Simon.

MISEREOR beteiligt sich zunächst mit 50.000 Euro an einer großangelegten Hilfsaktion, in der insgesamt über 40.000 Menschen zwei Wochen versorgen werden können. Lebensmittel und Wasser sowie Koch- und Essgeschirr werden über den MISEREOR-Partner, die Caritas in Bangladesch, an die Flüchtlinge verteilt. "Hier geht es jetzt um das Überleben von Tausenden von Menschen, aber wir richten uns auch auf eine längerfristige Unterstützung in dieser Krisensituation ein", betonte Bröckelmann-Simon.

Quelle: www.misereor.de 


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