amerika 21Caracas. - Landarbeiter und Vertreter ländlicher Kommunen und Kommunaler Räte verlangen von der unlängst eingesetzten verfassunggebenden Versammlung (ANC) effektive Initiativen, um die Wirtschafts- und Versorgungskrise des Landes in den Griff zu bekommen. Bei einer Kundgebung in der Hauptstadt Caracas legten sie Ende vergangener Woche ein 23 Punkte umfassendes Dokument vor, berichtete das Lateinamerika-Portal amerika21 am Dienstag.

Es sieht unter anderem einen Aktionsplan zur Förderung der nationalen Produktion vor, der mit den Kommunen und sozialen Bewegungen umgesetzt werden soll. Ebenso werden "entschlossene Maßnahmen" angemahnt, um die Inflation und den Mangel an Medikamenten zu stoppen, die Korruption "frontal zu bekämpfen" und den Kommunalen Staat weiter aufzubauen.

Die ANC nahm am 4. August ihre Arbeit auf. Zunächst hatten die chavistischen Basisbewegungen die Versammlung begrüßt, aber nun wird zunehmend Kritik daran laut, dass sie bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise des Landes nicht aktiv werde.Die meisten Demonstranten auf der Kundgebung kamen aus den ländlichen Bundestaaten Venezuelas, um nach einer Reihe von lokalen Treffen ihre Vorschläge an die ANC-Delegierten zu übergeben, so amerika21. "Wir sind hier, um uns Gehör zu verschaffen", erklärte Amarelys Guzman, eine Sprecherin des Nationalen Netzwerkes der Kommunarden aus dem Teilstaat Yaracuy.

In den Verfassungskonvent seien zwar 24 Vertreter von Kommunen gewählt worden, aber sie hätten weder Vorschläge in den ländlichen Gemeinden gesammelt noch mit den Kommunarden dort diskutiert, so Guzman.

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Quelle: amerika21.de 


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