mmKöln. - Die Frauenrechtsorganisation medica mondiale hat Politikerinnen und Politiker weltweit aufgefordert, sich konsequent für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. Anlass ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der von den Vereinten Nationen am 25. November begangen wird.

"Diskriminierung, Übergriffe und Vergewaltigungen - die Debatten der letzten Wochen haben gezeigt: Sexualisierte Gewalt ist nicht etwa Ausdruck einer bestimmten Religion, Ethnie, Nationalität oder Klasse, sondern Symptom von tief verwurzelten frauenverachtenden Strukturen unserer patriarchalen Gesellschaften, weltweit", erklärte Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale, zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. "Ohne politischen und gesellschaftlichen Willen werden wir das Menschenrecht jeder Frau, frei von Gewalt zu leben, nicht umsetzen können."

Zum Aktionstag am 25. November forderte medica mondiale PolitikerInnen weltweit auf, sich konsequent für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. "Viel zu selten erkennen die Verantwortlichen, wie wichtig es zum Beispiel ist, Frauen gleichberechtigt an Friedensverhandlungen zu beteiligen", betonte Hauser. "Die meisten schrecken davor zurück, sich für Frauenrechte einzusetzen. Das gilt in der Außenpolitik oder auch wenn es um den Schutz geflüchteter Frauen in deutschen Unterkünften geht." 

Frauen und Mädchen seien immer dann in Gefahr, wenn die Möglichkeit bestehe, Gewalt auszuüben, so Hauser. Das gelte insbesondere in Kriegen und Konflikten, aber auch in allen Situationen, in denen, wie oft in männlich geprägten Strukturen, einseitige Machtverhältnisse und Abhängigkeiten bestehen. Prominente Beispiele aus dem Filmgeschäft wie Harvey Weinstein oder Jimmy Savile oder Politiker wie Donald Trump, Dominique Strauss-Kahn, Silvio Berlusconi und Moshe Katzav belegten das. Wie verbreitet Alltagsexismus sei, bewiesen zudem Hashtags wie Aufschrei oder metoo.

Quelle: www.medicamondiale.org 


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