bmz Berlin. - Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist weltweit ein ebenso altes wie erschreckend aktuelles Thema. Daran muss sich etwas ändern – und zwar international und mit ganz konkreten Projekten. Das haben Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU), Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler, Ordensschwester Lea Ackermann sowie nationale und internationale Expertinnen und Experten am Donnerstag bei der Veranstaltung "Gewalt gegen Frauen und Mädchen erfolgreich verhindern: Prävention im internationalen Kontext" im BMZ in Berlin gefordert.

Im Vorfeld des Internationalen Tages zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November erklärte Entwicklungsminister Müller: "Gewalt gegen Frauen und Mädchen kennt viele Formen. Wir können keine von ihnen hinnehmen. Denn jede Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen verletzt nicht nur Menschenrechte, sondern nimmt Lebensperspektiven. Frauen zu stärken heißt, Gesellschaften zu stärken."

Anlässlich der Konferenz stellte Minister Müller einen 5-Punkte-Plan vor, mit dem die deutsche Entwicklungspolitik in ihren Partnerländern Gewalt gegen Frauen vorbeugen und Frauen besser schützen will. Dazu gehört die Unterstützung von Opfern, die juristische Verfolgung der Täter, die Stärkung der Chancengleichheit ebenso wie die Gewaltprävention. Deutschland will sich auch im internationalen Kontext noch entschiedener für die Stärkung von Frauenrechten einsetzen.

Maria Furtwängler stellte die Bedeutung der Medien in diesem Zusammenhang heraus: "Wir können Gewalt gegen Frauen und Mädchen nur dann wirksam verhindern, wenn wir Veränderungsprozesse in den Gesellschaften anstoßen. Dafür müssen wir gewaltlegitimierende Rollenzuschreibungen und die damit einhergehenden Diskriminierungen aus unseren Köpfen verbannen. Hier sind alle gefordert, jene, die diese Bilder herstellen und wir alle, die sie konsumieren." Die Schauspielerin betonte ebenfalls, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein globales Phänomen sei.

Lea Ackermann, Ordensschwester und Gründerin der Organisation "Solidarity with Women in Distress" appellierte: "Gemeinsam können wir es ändern, dass Menschen in der Prostitution wie Waren gehandelt und damit in einer modernen Form der Sklaverei ausgebeutet werden."

Das Entwicklungsministerium startet in Südafrika, Lesotho und Sambia zudem ein neues Projekt zur "Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im südlichen Afrika", für das zehn Millionen Euro vorgesehen sind.

Quelle: www.bmz.de 


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