bmzAccra. - In Anwesenheit des Bundespräsidenten hat der Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Friedrich Kitschelt, am Dienstag in Accra eine Reformpartnerschaft mit Ghana auf den Weg gebracht. Deutschland will Ghana bei der Förderung von erneuerbaren Energien, Energie-Effizienz und der beruflichen Bildung zusätzlich mit insgesamt 100 Millionen Euro unterstützen.

Beim EU-Afrika-Gipfel hatte die Bundesregierung bereits Reformpartnerschaften mit der Elfenbeinküste und Tunesien unterzeichnet, nun folgt Ghana als drittes Reformpartnerland.

"Die Reformpartnerschaft verbessert die Voraussetzungen für privatwirtschaftliche Entwicklung in Ghana und wird für die junge Generation zahlreiche Arbeitsplätze und somit Perspektiven vor Ort schaffen", sagte Entwicklungsstaatsekretär Kitschelt. "Die Privatwirtschaft muss mit ins Boot geholt werden, um die Beschäftigung auf Kurs zu bringen. Afrika braucht Wertschöpfung, damit dort neue Jobs entstehen. Ich freue mich daher sehr, dass nach Tunesien und der Elfenbeinküste nun auch die Reformpartnerschaft mit Ghana beginnt."

Mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung gab Staatssekretär Friedrich Kitschelt den Startschuss für die Unterstützung beim Ausbau erneuerbarer Energien und der Förderung von Energie-Effizienz in Ghana. Die Reformpartnerschaften bilden den deutschen Beitrag zur G20-Initiative "Compact with Africa". Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für private Investitionen zu verbessern und damit mehr Beschäftigung in Afrika zu schaffen. Die Reformpartnerschaft ist Bestandteil des von Entwicklungsminister Gerd Müller aufgelegten Marshallplans mit Afrika, der unter anderem eine breitenwirksame, durch den Privatsektor gestützte nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und gute Regierungsführung fordert.

Ghana will sich laut BMZ zukünftig im Rahmen des "Compact with Africa" und der Reformpartnerschaft für konkrete Reformen für mehr Wachstum und Beschäftigung einsetzen. Eine Schlüsselstellung soll hierbei der Reform des Energiesektors zukommen. Das Land verfügt über ein hohes Potenzial zur Nutzung erneuerbarer Energien und möchte diese ausbauen.

Ghana ist langjähriges Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Für 2015 bis 2017 erhält Ghana im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit rund 157 Millionen Euro.

Quelle: www.bmz.de 


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