ageh 150Köln. - Nach 18 Jahren als Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH), dem Personaldienst der deutschen Katholiken für Entwicklungszusammenarbeit, ist Michael Steeb in den Ruhestand verabschiedet worden. Bei einem Festakt in Köln erfolgte zugleich die Einführung seiner Nachfolgerin Dr. Claudia Lücking-Michel.

Die Verabschiedung begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Severin in Köln, den Erzbischof Ludwig Schick, Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, zelebrierte. Beim anschließenden Festakt im alten Pfandhaus dankte Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Michael Steeb für seine Arbeit. Gemeinsam mit den Menschen im globalen Süden etwas zu bewegen, mache den Dienst als Entwicklungshelfer/-in aus. Entscheidend sei dabei der Austausch von Mensch zu Mensch und das gegenseitige Lernen. Michael Steeb sei dies stets ein Herzensanliegen gewesen.

Der Geschäftsführer einer kolumbianischen Nichtregierungsorganisation, Jaime Diaz, würdigte die langjährige Zusammenarbeit mit Michael Steeb vor allem in der Friedens- und Menschenrechtsarbeit. Die Begleitung des Friedensprozesses durch Fachkräfte der AGEH sei ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Kolumbien.

"Entwicklungsdienst ist heute keine Einbahnstraße mehr von Nord nach Süd. Vielmehr engagieren wir uns gemeinsam mit Partnern überall auf der Welt für mehr Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Frieden", sagte der scheidende Geschäftsführer Michael Steeb. "In diesem Sinne reden wir von 'Weltdienst'. Wir wollen die um ihre  Rechte ringenden Menschen als eigenständige Akteure stärken und nicht bevormunden." Durch diesen  solidarischen Dienst entstehen für unsere eigene Gesellschaft, so Steeb, Erfahrungen, die wir - gerade in Zeiten neuer nationaler Abschottungstendenzen - dringend benötigen.

Die neue AGEH-Geschäftsführerin Claudia Lücking-Michel sieht die Vermittlung von Personal weiterhin als Zukunftskonzept der Entwicklungszusammenarbeit: "Dabei geht es vor allem darum, eine globale Lern- und Solidargemeinschaft zu schaffen, in der gemeinsam an Fragen der Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit gearbeitet wird."

Quelle: www.ageh.de 


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