WZBerlin (epo). - Deutschland ist mit seinem Engagement im Wassersektor der zweitgrößte bilaterale Geber im internationalen Vergleich und stellt rund 350 Mio. Euro im Jahr für Wasserprojekte zur Verfügung. "Ohne Wasser ist kein Leben möglich und deshalb ist Wasser einer der wichtigsten Schlüssel für Armutsbekämpfung und Entwicklung", erklärte die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), anlässlich des Weltwassertages am 22. März.

In 28 Partnerländern trage die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu einem gesicherten Zugang der Armen zu Trinkwasser und einem nachhaltigen Ressourcenmanagement bei, so die Ministerin. "Als eines der UN-Millenniums-Ziele hat sich die internationale Gemeinschaft  vorgenommen, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser bis zum Jahr 2015 zu halbieren.  Und wir werden alles dafür tun, dass dieses Ziel auch erreicht wird."

Die Ausgangslage ist schwierig. Täglich sterben 30.000 Kinder an vermeidbaren Krankheiten, darunter auch Cholera und Ruhr, weil sie nur keimhaltiges, schmutziges Wasser trinken können, so das BMZ. Die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberen Wasser wachse stetig. Rund 1,1 Milliarden Menschen hätten nach wie vor keinen Zugang zu sauberem Wasser - ein Viertel der Weltbevölkerung.

Nach BMZ-Angaben planen Weltbank und EU, verstärkt in die Infrastruktur in Afrika zu investieren. Hier achte das BMZ besonders darauf, dass diese Vorhaben nachhaltig und armutsorientiert sind. "Staudämme sollten zum Beispiel den Empfehlungen der Weltstaudammkommission gerecht werden, die im Jahr 2000 gemeinsam von Vertretern der Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft verabschiedet wurden."

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)


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