TransFairLosheim (epo). - Die Kooperation zwischen dem Discounter Lidl und der Fairhandelsorganisation TransFair stößt nicht überall auf ungeteilte Zustimmung. Einen "Glaubwürdigkeitsverlust" für den Fairen Handel sieht die Aktion 3.Welt Saar in der Zusammenarbeit mit dem Handelskonzern. Die gemeinsame Pressemitteilung von TransFair und dem Billig-Discounter lese sich "wie ein Promotionstext aus der Marketingabteilung von Lidl", kritisierte Wolfgang Johann von der Aktion 3.Welt Saar.

Lidl hatte angekündigt, ab Juni von TransFair gesiegelte Waren aus dem Fairen Handel in sein Sortiment aufzunehmen. "Aus der Sicht von Lidl ist dieses Image fördernde plötzliche Engagement für den fairen Handel verständlich, so Johann. "Der Billig-Discounter hat ein erhebliches Imageproblem, seit Gewerkschaften und 3. Welt Organisationen deutlich gemacht haben, warum Lidl überhaupt billig sein kann."

Kritisiert würden insbesondere die schlechten Arbeitsbedingungen für Angestellte, das fast vollständige Fehlen von Betriebsräten, Dumpingpreise für Milch und Kaffee, so die Aktion 3.Welt Saar. "Transfair hilft mit seinem Abnicken gegenüber Lidl diese 'billige Politik' zu legitimieren."

Aktion 3.Welt Saar


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