Alternativengipfel in WienWien (epo). - Organisationen der Zivilgesellschaft aus Europa, Lateinamerika und der Karibik wollen auf einem "Alternativengipfel" in Wien vom 10.-13. Mai ihre Staatschefs auffordern, das Vorantreiben des bi-regionalen Freihandels einzustellen. Strategische "Partnerschaften" und interregionaler Freihandel dienten vor allem der neoliberalen Globalisierung, lautet ihr Credo. Venezuelas Staatschef Chávez und Boliviens Präsident Morales werden sich mit den sozialen Bewegungen in Wien treffen.

"Lateinamerikaner sind sowohl auf den Straßen, als auch mehrmals in den Wahlurnen gegen Neoliberalismus eingetreten", erklärte Gonzalo Berron von der "Alianza Social Continental", einem Zusammenschluss von sozialen Bewegungen und BürgerInnen-Netzwerken aus beiden Amerikas. "Unser Treffen in Wien wird die klare Botschaft aussenden, dass wir den Neoliberalismus durch die Hintertür, also in Form von 'strategischen Partnerschaften' und interregionalem Freihandel, nicht befürworten."

Das Gipfeltreffen zur "Verknüpfung von Alternativen in einer neuen Ära der europäisch-lateinamerikanischen Beziehungen" schlägt sich in fünf thematischen Schwerpunkten nieder: die Auswirkungen der neo-liberalen Globalisierung, Entwicklungszusammenarbeit zwischen der EU und Lateinamerika/Karibik, Militarisierung und Menschenrechte, politischer Dialog und alternative Strategien regionaler Integration.

Im Rahmen eines Tribunals sollen auf dem "Alternativengipfel" mehrere europäische transnationale Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen, ökonomische oder ökologische Ungerechtigkeiten angeprangert werden. Zum Abschluss lädt das biregionale Netzwerk Lateinamerika-EU zu einem Treffen zwischen dem Präsidenten der bolivarianischen Republik Venezuela, Hugo Chávez, und dem Präsidenten der Republik Bolivien, Evo Morales, sowie den sozialen Bewegungen aus Lateinamerika, der Karibik und Europa ein.

Der Alternativengipfel tagt vom 10. bis 13. Mai in der Wiener Stadthalle.

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