ipsBonn. - Die Bonner Redaktion der internationalen Nachrichtenagentur IPS Inter Press Service hat für ihre Afrika-Berichterstattung den diesjährigen Alternativen Medienpreis in der Sparte Print erhalten. Die Auszeichnung, die vom Nürnberger Radiosender Radio Z und der Nürnberger Medienakademie seit sechs Jahren vergeben wird, würdigt besonders innovative und kritische Beiträge aus Internet, Print und Hörfunk.

Ausgezeichnet wurden die IPS-Features "Nigeria: Mit Gottes Zorn gegen Müllsünder", "Mosambik: Rechtlose Witwen - Doppelte Diskriminierung durch Aids" und "Simbabwe: Kirche und Kneipen als Nachrichtenbörse - Unabhängige Presse verschwindet".

"Große Zusammenhänge begreift man oft nur am Detail: Umweltverschmutzung, HIV in Afrika, Pressefreiheit, Chauvinismus, Entwicklungshilfe - es sind große Themen, die hinter den von der Nachrichtenagentur IPS eingesandten Beiträgen stecken, die sich ganz bewusst mit Kleinteiligem, mit dem Detail, dem scheinbar marginalen Alltagsphänomen befassen", hieß es bei der Verleihung des mit 500 Euro ausgezeichneten Preises am 11. März in Nürnberg.

Insgesamt lagen der Jury über 40 Hörfunkbeiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie mehr als 30 Websites und etwa ebenso viele Beiträge aus Printmedien jenseits des Mainstreams vor. Ausgewählt wurden jeweils drei Einsendungen aus den Sparten Hörfunk, Internet und Print.

Die Gewinner der Online-Rubrik waren Tunespoon, das Frida-Magazin und Ökonews. Als beste Radiobeiträge qualifizierten sich "Tschernobyl", "Cat Stevens - der Terrorist" und "PolizeiRechtsNovelle". Die weiteren Preisträger in der Rubrik Print sind "Kritik am Bau" und "Homosexualität im Alter" (Print). Lobend erwähnt wurden ferner NetzwerkIT (Internet), "Terz" (Print) und "Hans im Glück" (Print).

IPS Deutschland
Alternativer Medienpreis


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