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unhcrMogadischu/Genf (epo.de). - Beim Versuch, dem Bürgerkrieg in Mogadischu zu entkommen, sind in diesem Jahr nach UN-Schätzungen bereits 300 somalische Flüchtlinge im Golf von Aden ums Leben gekommen. Rund 30.000 Menschen seien im ersten Halbjahr 2009 über das Meer in den Jemen geflohen, berichtete das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) jetzt in Genf. Durch die im Mai wieder ausgebrochenen Kämpfe zwischen Regierungstruppen und islamischen Milizen wurden bislang 232.000 Somalier vertrieben.



Die gewaltsamen Machtkämpfe zwischen der Regierung und den islamischen Milizen al-Shabaab und Hisb-ul-Islam in Somalia zwingen nach Angaben des UNHCR tausende von Menschen dazu, ihr Leben auf der Flucht in den Jemen zu riskieren. Die Menschen fliehen häufig in die nordsomalische Stadt Bossaso. "Viele von ihnen versuchen von dort aus, mit Schmugglerbooten den Golf von Aden zu überqueren", sagte UNHCR-Sprecher Ron Redmond.

Hilfsorganisationen vor Ort berichteten, dass die Stadt Bossaso durch den Flüchtlingsansturm bereits überlastet sei. "Das Meer ist zur Zeit sehr gefährlich, daher schlagen die Flüchtlinge ihre Lager in Bossaso auf, um auf schwächere Winde im September zu warten", erklärte Redmond.

Im letzten Jahr hatten 50.000 Menschen die Küste des Jemen erreicht, was einem Anstieg von 70 Prozent im Vergleich zum Jahr 2007 entspricht. In der ersten Hälfte des Jahres 2009 hätten mehr als 30.000 Menschen die gefährliche Reise in den Jemen auf sich genommen, so Redmond.

2008 starben laut UNHCR mehr als 1.000 Menschen, die ins Meer geworfen oder von Schmugglern weit vor der Küste zum Verlassen der Boote gezwungen wurden.

www.unhcr.ch

 


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