TransFairBonn (epo). - Im heiß umkämpften Lebensmittelhandel konnten im vergangenen Jahr Absätze mit TransFair-Produkten von 6.500 Tonnen erzielt werden. Dies bedeute eine Steigerung um 33 Prozent, teilte die Fair-Handels-Organisation mit. "Die Produzentenorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika erhielten durch den bewussten Einkauf der Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-Prämien von 1,2 Millionen Euro", sagte Norbert Dreßen (Misereor), Vorstandsvorsitzender von TransFair. Damit könnten sie in soziale Projekte und die Umstellung auf ökologischen Anbau investieren.

Über die neun Produktgruppen hinweg wurde ein Umsatz von 57,5 Millionen Euro erzielt, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Erfreulich sei vor allem die Entwicklung bei den Fairtrade-Bananen, die ebenso wie die Fußbälle neu auf dem Markt kamen; Kaffee, Kakao, Schokolade und Bonbons fanden vermehrt Käufer. "Noch nie hatten wir solche Zuwächse, selbst der Kaffeeabsatz konnte um sechs Prozent gesteigert werden. Qualität und Idee scheinen die Verbraucher zu überzeugen", erklärte Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair. Die intensive Zusammenarbeit mit Partnerfirmen, Handelsketten und der Gastronomie hätten den Erfolg möglich gemacht. Die Nachfrage nach weiteren Produkten steige, so dass die Einführung von weiteren Früchten und Weinen in Bioqualität vorbereitet werde.

Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kommen mittlerweile aus 48 Ländern des Südens, darunter erstmalig Südafrika, Pakistan und Burkina Faso. Die Konsumenten hier leisten mit ihrem bewussten Einkauf konkrete Entwicklungshilfe für die beteiligten Bauern, Pflücker und ihre Familien.

Das TransFair-Siegel kennen schon 42 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher. 45 Prozent der Produkte stammen aus ökologischem Anbau. In unabhängigen Tests sei im Jahr 2004 immer wieder die hohe Qualität bestätigt worden, so TransFair. Sie seien in 22.000 Supermärkten, Naturkostläden und Weltläden erhältlich. Jährlich kauften schon drei Millionen Menschen Fairtrade-Produkte ein.

Verstärkte Marketing- und Informationsaktivitäten wurden durch finanzielle Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), deren Durchführungsorganisation Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sowie der NRW Stiftung für Umwelt und Entwicklung ermöglicht. Die Kampagne "fair feels good" habe in vielen öffentlichkeitswirksamen Aktionen mit prominenter Unterstützung neue Impulse für den Fairen Handel gesetzt.

Die Vorbereitungen zur jährlichen Aktionswoche laufen auf Hochtouren. Unter dem Motto "Köstlichkeiten aus aller Welt finden vom 19.-25. September anlässlich der Fairen Woche 2005 mehrere hundert Aktionen in Supermärkten, Kantinen und Weltläden statt.

TransFair handelt als unabhängige Siegelinitiative nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair e.V. wird von 38 Organisationen wie Misereor, Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), UNICEF, BUND und der Verbraucher Initiative getragen.

>> TransFair e.V.


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