beerfeltz_hans-juergen_bmz_100Berlin (epo.de). - Die Fusion der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und der Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWent) zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist im Zeitplan und wird sich bereits im Jahr 2014 amortisiert haben. Das sei das Ergebnis einer externen Untersuchung durch das Consulting-Unternehmen Ramboll, teilte das Entwicklungsministerium am Mittwoch in Berlin mit.

Die Fusion der drei Durchführungsorganisationen der Technischen Zusammenarbeit (TZ) war vom Bundeskabinett am 7. Juli beschlossen worden und soll zum 1. Januar 2011 umgesetzt werden. Ziel der Strukturreform ist es nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Wirksamkeit der in der TZ eingesetzten Mittel zu steigern und die entwicklungspolitische Steuerungsfähigkeit der Bundesregierung zu erhöhen.

"Die Strukturreform des entwicklungspolitischen Vorfelds bedeutet einen Gewinn an Wirtschaftlichkeit", sagte der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz (Foto). "Dies belegt die heute vorgelegte externe Analyse der Firma Ramboll. Demnach werden sich sämtliche Kosten der Fusion bereits in 2014 amortisiert haben, ab 2012 werden jährliche Einsparungen erzielt. Diese Renditeentwicklung unterliegt nur geringen Risiken, die sich vor allem auf die Ausgestaltung der Tarifüberleitung beziehen. Das BMZ wird sicher stellen, dass ein optimales Ergebnis erreicht wird."

Die bisherige Institutionenvielfalt in der deutschen Technischen Zusammenarbeit habe in der Vergangenheit zu einem Aufbau von Doppelstrukturen geführt, so das BMZ. Gemäß der Wirtschaftlichkeitsanalyse der Firma Ramboll werden nach Verschmelzung zur GIZ kurzfristig 175 Stellen in bisherigen Doppelstrukturen frei, was Einsparungen von rund 15,8 Millionen Euro jährlich mit sich bringe.

Das BMZ rechnet darüber hinaus mit zusätzlichen Einnahmen nach der Fusion durch die "Herstellung eines integrativen Geschäftmodells" und verbesserte Chancen der GIZ im weltweiten "Drittgeschäft", also in Geschäftszweigen, die nicht aus dem Etat des Entwicklungsministeriums finanziert werden. Durch die Fusion erzielte Einnahmen könnten im Etat des BMZ verbleiben, sagte Staatssekretär Beerfeltz, sie würden "für die Stärkung der entwicklungspolitischen Rolle Deutschlands auf internationaler Ebene sowie für eine wirksamere EZ dringend benötigt".

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