Umwelt

gfbv 200Göttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Marokko dazu aufgefordert, 135 Demonstranten aus der Haft zu entlassen, die bei friedlichen Protesten gegen Korruption und Unterentwicklung im Rif-Gebirge seit Ende Mai 2017 festgenommen wurden. "Das einzige Vergehen der Verhafteten ist, ihre Meinung frei geäußert zu haben. Aus Angst vor einer Ausweitung der Proteste unterdrückt Marokko brutal jede Kritik der marginalisierten Masiren", kritisierte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.

Berlin. - Das FORUM MENSCHENRECHTE , ein Netzwerk von 50 in Deutschland menschenrechtspolitisch aktiven Nichtregierungsorganisationen, hat  in einem Gespräch am Donnerstag in Berlin von Außenminister Sigmar Gabriel einen an der Realität orientierten neuen Lagebericht zu Afghanistan stärkeres Engagement für den Schutz von Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidigern sowie konkrete Taten zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes Wirtschaft und Menschenrechte, durch die deutsche Unternehmen in die Pflicht genommen werden, gefordert.

amerika 21La Paz. - Delegierte aus mehr als 40 Ländern werden voraussichtlich an der "Weltkonferenz der Völker" zum Thema Flüchtlinge und Migration in Bolivien teilnehmen. Das Treffen findet unter dem Motto "Für eine Welt ohne Mauern hin zur universellen Staatsbürgerschaft" statt. Ein weiteres Thema werde der "militärische Interventionismus der imperialistischen Mächte gegen die Völker, die für ihre Befreiung kämpfen" sein, so die Organisatoren. Das hat amerika21 am Freitag berichtet.

Berlin. - Bei Auslandsgeschäften deutscher Unternehmen im Energiesektor sind Menschenrechte in den vergangenen Jahren vielfach verletzt oder gefährdet worden. Zu diesem Schluss sind die Organisationen Germanwatch und MISEREOR in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Studie "Globale Energiewirtschaft und Menschenrechte – Deutsche Unternehmen und Politik auf dem Prüfstand", gekommen.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat das Schweigen der Bundesregierung zur Verfolgung von Demonstranten in Marokko kritisiert, die gegen Korruption in ihrem Land protestiert haben. "Deutschland hat Marokko im Rahmen des G20-Afrikagipfels mehrere Millionen Euro als Hilfen versprochen, weil in dem Königreich angeblich Menschenrechte geachtet und Korruption bekämpft werden. Doch diese Einschätzung von Entwicklungsminister Gerd Müller ist realitätsfern. Das zeigt das skandalöse Vorgehen der Behörden gegen die Protestierenden", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen.

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