Umwelt

gfbvGöttingen. - Nach dem Scheitern der international angekündigten Rückkehr von 48.000 dunkelhäutigen Libyern in ihre Heimatstadt Tawergha hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag eine vor rassistischen Angriffen besser geschützte Rückführung der Vertriebenen gefordert. Milizionäre aus der verfeindeten Nachbarstadt Misrata hatten die ersten 1.000 der rund 12.000 vertriebenen Familien aus Tawergha am 1. Februar mit Waffengewalt an der Weiterfahrt gehindert. 

gfbvGöttingen. - Sechseinhalb Jahre, nachdem die 48.000 dunkelhäutigen Bewohner der Stadt Tawergha in Libyen aus rassistischen Gründen gewaltsam vertrieben wurden, dürfen sie nun vom 1. Februar an zurückkehren. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Rückführung und angekündigte Entschädigung der Vertriebenen am Mittwoch als "positives Signal für die Versöhnung" in dem nordafrikanischen Land bezeichnet. Zugleich warnte die Menschenrechtsorganisation jedoch davor, den lange geforderten Durchbruch in der Tawergha-Frage als Zeichen für einen Rückgang des Rassismus in Libyen zu werten. 

gfbvGöttingen. - Trotz der angekündigten Freilassung politischer Gefangener sind in Äthiopien in den vergangenen Tagen erneut 13 Regimekritiker zu Haftstrafen verurteilt worden. Das hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen berichtet. Das Oberste Bundesgericht in Addis Abeba habe am Mittwoch neun mutmaßliche Unterstützer der Oppositionsbewegung Ginbot 7 zu Gefängnisstrafen zwischen drei und sechzehn Jahren verurteilt. Gegen weitere vier Personen, unter ihnen den führenden Oromo-Oppositionspolitiker Bekele Gerba, seien am Donnerstag sechs Monate Haft verhängt worden, weil sie in einem Gerichtsverfahren aus Protest ein Lied angestimmt hätten.

misereorAachen. - In Kolumbien ist der Menschenrechtsverteidiger Temístocles Machado von bislang Unbekannten erschossen worden. Das katholische Hilfswerk MISEREOR hat am Dienstag eine lückenlose Aufklärung des Falles gefordert. Der Gemeindesprecher aus der südwestkolumbianischen Stadt Buenaventura war langjähriger Projektpartner von MISEREOR.

berBerlin. - In Kooperation mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken, dem INKOTA-netzwerk und der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) veranstaltet der Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag (BER) am Mittwoch, 10. Januar, sein Netzwerktreffen im Berlin Global Village. Mit dabei ist der Berliner Menschenrechtler Peter Steudtner.

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