Afrika

hoffnungszeichenKonstanz. - Am 9. Juli feiert der Südsudan sein sechsjähriges Bestehen. "Massive Menschenrechtsverletzungen, eine sich zuspitzende Hungerkrise und die Behinderung von Menschenrechtsorganisationen zeigen: Das jüngste Land der Welt ist auf dem Weg zum Failed State", erklärte die Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen am Freitag. Als UN-Berater fordert die Konstanzer NGO die internationale Gemeinschaft anlässlich des G20-Gipfels dazu auf, die Menschen im Südsudan stärker zu unterstützen.

wvFriedrichsdorf. - Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Provinz Kasai in der Demokratischen Republik Kongo kommt es immer mehr zu schweren Menschenrechtsverletzungen. Nach Angaben der Kinderhilfsorganisation World Vision sind vor allem Kinder und Jugendliche von den Angriffen betroffen. Milizen rekrutierten Kindersoldaten und zerstörten Schulen, berichtete World Vision am Montag.

bmz Berlin. - Afrika braucht Jobs - 20 Millionen zusätzlich jedes Jahr. Auf deutsche Initiative hin haben die G20 deshalb Investitionspartnerschaften für reformorientierte afrikanische Staaten entwickelt, gemeinsam mit der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und der Afrikanischen Entwicklungsbank. Ziele sind eine engere Kooperation sowie mehr private Investitionen und Arbeitsplätze in den Ländern. Die deutsche Entwicklungspolitik geht voran und setzt die Investitionspartnerschaften in Form von ersten Reformpartnerschaften um. Das hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) am Montag mit den Finanzministern von Tunesien, Côte d’Ivoire und Ghana vereinbart. Dafür investiert das BMZ bereits dieses Jahr bis zu 300 Millionen Euro zusätzlich.

gfbvAddis Abeba. - Um den Massenexodus aus dem Südsudan zu stoppen, muss die internationale Staatengemeinschaft viel mehr Anstrengungen für einen umfassenden Waffenstillstand unternehmen. Das hat GfbV-Direktor Ulrich Delius am Montag anlässlich des Sondergipfels zur Lage im Südsudan gefordert.

oneBerlin. - Wie die globale Gemeinschaft auf die wachsende jugendliche Bevölkerung in Afrika reagiert, wird den Lauf der Geschichte beeinflussen. Dies ist die Kernaussage des Berichts "Afrikas Jahrhundert", der am Donnerstag von der entwicklungspolitischen Organisation ONE veröffentlicht worden ist. Der Bericht erscheint mit Blick auf die G20-Konferenz "Partnerschaft mit Afrika", die vom 12. bis 13. Juni in Berlin stattfindet.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Europäischen Union (EU) vorgeworfen, mit ihrer Förderung einer internationalen Antiterror-Streitmacht in der Sahara die Ursachen des sich ausweitenden Terrorismus in der Sahel-Region zu ignorieren. Die EU habe am Sonntag 50 Millionen Euro für eine gemeinsame Streitmacht der Sahelstaaten für den Kampf gegen Terrorismus, Menschen- und Drogenhandel zur Verfügung gestellt.

gfbvGöttingen. - Bundespräsident a.D. Horst Köhler ist zum UN-Sonderbeauftragten für die Westsahara berufen worden. Auf den Afrika-Kenner wartet nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in der Westsahara eine "Mammut-Aufgabe". "Als neuer UN-Sonderbeauftragter für die Westsahara den immer stärker eskalierenden Streit um die Zukunft des von Marokko besetzten Gebietes zu lösen, wird eine größere Herausforderung sein als das Amt des Bundespräsidenten", sagte GfbV-Afrikaexperte Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.

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