Afrika

gfbvGöttingen. - Nach dem gewaltsamen Tod von 14 Inhaftierten in einem Militärlager in Mali hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine unabhängige internationale Untersuchung des Vorfalls gefordert. Das Hochkommissariat für Menschenrechte der Vereinten Nationen müsse feststellen, ob die 14 Personen, die dem Peulh-Volk angehörten, tatsächlich am vergangenen Freitag auf der Flucht erschossen wurden oder Opfer einer Hinrichtung durch Soldaten wurden.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes begrüßt, dass die Westsahara nicht Teil des Staatsterritoriums Marokkos ist. Der Gerichtshof hat dies anlässlich des Streits um die Gültigkeit des EU-Fischereiabkommens mit Marokko in einem Urteil bekräftigt. Das am 14. Juli 2018 auslaufende Abkommen wird zurzeit neu verhandelt. Die EU zählte bislang zu den Hauptnutzern dieser Küstengewässer.

zfd klBonn. - Ist die Lösung von Konflikten eine rein militärische Aufgabe? Der Zivile Friedensdienst zeigt jetzt in seinem Online-Dossier "Gewalt vorbeugen – das geht", wie Jugendliche in Mali gesellschaftliche Gräben überwinden, wie Schulen gegen das Klima der Gewalt vorgehen, wie zivile Konfliktbearbeitung beim Goldabbau hilft – und wie Partner des ZFD die internationale Militärpräsenz mit Blick auf Gewaltprävention und Friedensförderung bewerten.

uno fluechtlingshilfeBonn. - Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat vor einer drohenden humanitären Katastrophe immensen Ausmaßes im Südosten der Demokratischen Republik (DR) Kongo gewarnt. Demnach versinke vor allem die Provinz Tanganyika in einem Strudel von Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Vertreibung.

gfbvGöttingen. - Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat nach dem Rücktritt des Premierministers von Äthiopien mehr Reformen, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in dem Land am Horn von Afrika gefordert. "Auch die Ausgrenzung der Oromo und Amhara muss endlich enden, wenn das Land nach Jahren der Proteste endlich zur Ruhe kommen soll. 61 Prozent der Bevölkerung wurden missachtet und diskriminiert, das schürte Konflikte", erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.

worldvisionFriedrichsdorf. - Mehr als 200 Kindersoldaten sind am Mittwoch im südsudanesischen Yambio freigelassen worden. Zwei bewaffnete Gruppen hatten insgesamt fast 700 Jungen und Mädchen in dem Bürgerkriegsland zuvor zwangsrekrutiert. Das hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision berichtet. Sie wird sich jetzt um die Freigelassenen kümmern. Auch die anderen zwangsrekrutierten Kinder sollen in den kommenden Tagen freikommen.

difaem Tübingen. - In der Region Kasai in der Demokratischen Republik Kongo herrscht Ausnahmezustand. Die offene Gewalt der rivalisierenden Gruppen hat zu einer massiven humanitären Krise geführt. Über eine Million Menschen befinden sich auf der Flucht. Die Versorgungslage ist schlecht und die Menschen leiden unter extremer Nahrungsmittelknappheit sowie fehlender medizinischer Versorgung. Das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) versorgt gemeinsam mit lokalen Partnern die Gesundheitseinrichtungen in der Region mit rund 440 Kilogramm Nothilfemedikamenten.

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