Nahost

uno fluechtlingshilfe Bonn. - Nach fast neunmonatigem Kampf hat die irakische Armee Mossul vom sogenannten Islamischen Staat zurückerobert. Am 9. Juli verkündete der irakische Premierminister Haider al-Abadi die Befreiung der Stadt. Seit Beginn der Mossul-Offensive am 17. Oktober 2016 wurden mehr als eine Million Menschen vertrieben, die nahezu alles verloren haben: ihre Verwandten, ihre Häuser. Viele wurden verletzt oder müssen hungern. Diejenigen, die jetzt zurückkehren, benötigen dringend Unterstützung, so die UNO-Flüchtlingshilfe.

aiBerlin. - Ein neuer Bericht von Amnesty International zeigt die hohe Anzahl verletzter, traumatisierter und getöteter Zivilisten im Kampf um Mossul. Der Bericht dokumentiert, wie die bewaffnete Gruppe "Islamischer Staat" (IS) Zivilpersonen aus Nachbardörfern gezielt in die umkämpften Gebiete von West-Mossul brachte, sie dort festsetzte und als menschliche Schutzschilde missbrauchte. Gleichzeitig ergriffen die irakischen Streitkräfte und die Koalitionstruppen keine angemessenen Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung, sondern setzten Waffen ein, die in bevölkerungsreichen Gegenden niemals eingesetzt werden dürfen.

aktion hungerBerlin. - Zum 10. Jahrestag der Gaza-Blockade hat die Aktion gegen den Hunger eine düstere Bilanz gezogen. Vor allem die Situation der Frauen habe sich verschlechtert, berichtete die entwicklungspolitische Organisation in Berlin. Die Aktion gegen den Hunger konzentriert sich deshalb unter anderem darauf, Alleinverdienerinnen beim Aufbau eines Geschäfts zu helfen.

unicef Köln. - Die Cholera-Epidemie im Jemen hat innerhalb eines Monats mindestens 532 Menschen das Leben gekostet, darunter 109 Kinder. Dabei handele es sich nur um die bestätigten Cholera-Fälle – die tatsächlichen Opferzahlen lägen wahrscheinlich deutlich höher, berichtete das UN-Kinderhilfswerk UNICEF am Donnerstag. Die Zahl der Verdachtsfälle sei in den vergangenen Tagen um 10.000 auf über 65.000 in die Höhe geschnellt. Täglich kommen rund 1.000 Kinder mit wässrigem Durchfall in die Gesundheitsstationen.

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Berlin. - Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) und Google haben am Montag eine neue Website veröffentlicht, die Internetnutzern auf der ganzen Welt einen informativen und eindrücklichen Einblick in die syrische Flüchtlingskrise eröffnen soll. Im Zentrum stehen dabei die erschreckenden menschlichen Kosten, aber auch die humanitäre Unterstützung der Weltgemeinschaft für Millionen syrische Familien, die vor Krieg und Verfolgung flohen.

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