Wirtschaft

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Berlin. - Im Zeitraum 2012 bis 2015 haben mehrere deutsche Finanzinstitutionen im großen Stil den Kohlesektor auf den Philippinen gefördert. Das ergibt eine neue Analyse der Umweltorganisation urgewald, die am Mittwoch veröffentlicht worden ist. Untersucht wurden Kohlefirmen, die maßgeblich neue Kraftwerke oder Minen in dem Land vorantreiben. Die in sie investierte Summe liegt bei rund 5,7 Milliarden Euro.

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Berlin. - Selbst minimalste Nachhaltigkeitsstandards und Transparenz bei Palmöl scheinen bei rund 40 Prozent der großen deutschen Unternehmen, die auf den Rohstoff angewiesen sind, kein Thema zu sein. Das ist das Ergebnis der nationalen Palmöl-Scorecards des WWF Deutschland. Die Intransparenz ist laut WWF auch nach Jahren der öffentlichen Diskussion gravierend, obwohl die ökologischen und sozialen Auswirkungen des Palmölanbaus den Unternehmen bekannt sind.

Arktis. Foto: NOOA

Hamburg. - Die Umweltorganisation Greenpeace hat für den Samstag zu einem bundesweiten Protest gegen Shells Ölbohrungen in der Arktis aufgerufen. Umweltschützer wollen in mehr als 55 Städten Stoffreste für den "größten Putzlappen der Welt" sammeln. Unter anderem in Hamburg, Berlin, Dresden und Freiburg können Passanten auf Stoffresten ihre persönliche Botschaft an Shell schreiben. Der aus tausenden Lappen zusammengenähte Putzlappen soll symbolisieren, wie absurd es ist, zu glauben, die Arktis im Falle eines Ölunfalls säubern zu können.

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Essen. - Zur Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE am 23. April sind Gäste aus den Hauptlieferländern der von RWE importierten Kohle angereist. Sie kämpfen in Kolumbien, den USA und Russland mit den schwerwiegenden Umwelt- und Gesundheitsproblemen, die der Kohleabbau verursacht. Ihre Botschaft: Die Industrie-Initiative "Better Coal", die RWE vor drei Jahren zusammen mit weiteren Energiekonzernen wie Vattenfall und Eon gegründet hat, ändere nichts an den Lage der Betroffenen.

Berlin/Bonn. - Mit Unverständnis und heftiger Kritik haben Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR auf den Widerstand aus Teilen von Politik, Unternehmen und Gewerkschaften gegen den Plan von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Begrenzung der Kohleverstromung reagiert. Die NGOs sprachen am Freitag von "Panikmache".

Bonn. - Die Vorstandsmitglieder der Deutschland Sektion der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR, Axel Berg, Stephan Grüger und Fabio Longo, erklärten zur Bilanz der Energiewende nach Inkrafttreten der EEG-Deform: "Die Erwartungen haben sich leider bestätigt. Die EEG-Deform führt zu einem dramatischen Einbruch beim Ausbau der Solarenergie und von Biogasanlagen. Die Abwärtsspirale beim Zugpferd der Energiewende, der Windkraft an Land, ist eingeleitet worden."

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Berlin. - Mit harter Kritik haben Germanwatch und Greenpeace auf die jüngsten Äußerungen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zur deutschen Kohleverstromung reagiert. In einem Positionspapier erklärte Gabriel laut Medienberichten: "Man kann nicht zeitgleich aus der Atomenergie und der Kohleverstromung aussteigen." Wer das wolle, sorge für explodierende Stromkosten, Versorgungsunsicherheit und die Abwanderung großer Teile der Industrie.

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