Entwicklung

Global GangStuttgart (epo). - "Brot für die Welt" hat ein neues Internet-Portal für Kinder und Jugendliche gestartet. Unter www.global-gang.de könnten Jugendliche bis zu 14 Jahren spielerisch die Arbeit von Brot für die Welt kennen lernen, erklärte Yvonne Ayoub, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. Ziel sei es, Verständnis für das Leben von Gleichaltrigen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu wecken. Neben vielen Informationen, die altersgerecht aufgearbeitet wurden, bietet das Portal den Kindern und Jugendlichen ein Online-Quiz zu verschiedenen Ländern und Projekten von "Brot für die Welt", Spiele, einen Fortsetzungs- Comic sowie Fotos und Geschichten von Gleichaltrigen aus Entwicklungsländern. Hinzu kommen Vorschläge, wie die Kinder und Jugendlichen aktiv werden können, um Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika zu helfen.

Global FundBerlin/London (epo). - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will dem Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Malaria und Tuberkulose bei der Wiederauffüllungskonferenz in London für das kommende Jahr 200 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellen. Ein Betrag in dieser Mindesthöhe werde in den Haushalt 2006 eingestellt, der vom Parlament noch verabschiedet werden muss, sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul am Montag.

Aktion gegen ArmutBonn (epo). - "Gegen Armut - aufwachen!" Mit dieser Aufforderung wenden sich rund 800 zivilgesellschaftliche Organisationen in 72 Ländern an die Öffentlichkeit. Im Vorfeld des UN-Gipfels "Millennium+5", der Mitte September in New York stattfindet, will das internationale Bündnis "Global Call to Action Against Poverty" mit diesem zweiten "White Band Day" die Regierungschefs dieser Welt nachdrücklich an ihre Verpflichtungen aus der UN-Millenniumserklärung aus dem Jahr 2000 erinnern.

bmzBonn (epo). - Die deutsche Bundesregierung will Kirgisien insbesondere bei Reformen der Wirtschaft und des Gesundheitswesens unterstützen. Für die nächsten zwei Jahre habe die Bundesrepublik 20 Millionen Euro für Investitionen, Fortbildung und Beratung in diesen Bereichen zugesagt, teilte das Entwicklungsministerium (BMZ) in Berlin mit. Projekte im Gesundheitswesen würden gemeinsam mit der Weltbank durchgeführt.

Kinder in ?thiopien. Foto: epoEschborn (epo). - Die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) startet im Auftrag der niederländischen Regierung eine Kampagne zur massenhaften Verbreitung von verbesserten Kochherden in Afrika. 18 Millionen Euro stünden hierfür im Rahmen der mit 60 Millionen Euro ausgestatteten deutsch-niederländischen Entwicklungspartnerschaft "Energizing Development" zur Verfügung, teilte die GTZ in Eschborn mit. Um die Verbreitung zu fördern, arbeitet die Organisation mit lokalen Produzenten zusammen und schult sie in der Produktion raucharmer Herde sowie bei Verkauf und Marketing.

MDGNew York (epo). - Die Vereinten Nationen bleiben bei ihrem Vorhaben, die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) in die Agenda des UN-Gipfels Mitte September in New York aufzunehmen. Eine UN-Sprecherin erklärte, jeder Versuch, die acht Ziele aus der Abschluss-Erklärung des Gipfels herauszunehmen, werde Milliarden Menschen schaden. Die UNO reagierte damit auf Änderungsvorschläge des umstrittenen US-Botschafters John Bolton, der in einem der Generalversammlung unterbreiteten Dokument jegliche Referenz auf die Millenniumsziele vermieden hatte. Zu den Millenniumszielen gehört die Halbierung der Armut bis zum Jahr 2015.

HEKSZürich (epo). - Mit einer Kampagne unter dem Motto "Afrika braucht Medikamente - jetzt" fordern die Bethlehem Mission Immensee und das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) die Schweizer Regierung zur vermehrten Unterstützung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria auf. Die Schweiz habe dem Globalen Fonds dieses Jahr lediglich vier Millionen US-Dollar zugesagt. Italien dagegen steuere 129, Holland rund 60 Millionen Dollar bei. Im Vorfeld der internationalen Konferenz zur Finanzierung des Globalen Fonds am 5. und 6. September in London haben sich die Hilfswerke mit diesem Anliegen an Bundesrätin Micheline Calmy-Rey gewandt.

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