Entwicklung

VENRONew York/Bonn (epo). - Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) hat das Ergebnis des UN Gipfels in New York als "Zeugnis der Stagnation" bezeichnet, das im krassen Gegensatz zu den Visionen und Versprechen des Gipfeltreffens im Jahr 2000 steht". Der große Wurf, den sich viele vom UN-Gipfel erhofft hätten, sei ausgeblieben, erklärte der VENRO-Vorstandsvorsitzende Reinhard Hermle. "Es werden zu wenig neue Impulse gegeben, um die dringend nötigen Fortschritte bei der weltweiten Armutsbekämpfung und der Erreichung der Millenniumsziele zu erbringen."

MiserorAachen/Düsseldorf (epo). - Die katholische Entwicklungsorganisation Misereor hat eine "nüchterne Bilanz" des UN-Gipfels in New York gezogen. "Wenn wir die Milleniums-Entwicklungsziele bis 2015 erreichen wollen, hätten wir fünf Jahre nach deren Verabschiedung bereits weiter sein müssen", sagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer in Aachen. "Von daher hätten wir von diesem Gipfel konkrete Pläne für die nächsten zehn Jahre erwartet, um das bereits bestehende Defizit auszugleichen. In New York wurde eine einzigartige Chance der Zusammenarbeit von Nord und Süd nicht genutzt."

Joschka FischerNew York (epo). - Der deutsche Außenminister Joschka Fischer hat die unverbindliche Abschlusserklärung des UN Gipfels in New York kritisiert. Es sei bedauerlich, dass bei den wichtigen Themen der Abrüstung, der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen sowie der Definition von Terrorismus keine Einigung möglich gewesen sei, sagte Fischer in seiner Rede vor der UN-Generalversammlung. Gleichzeitig begrüßte er die geplante Einrichtung eines Menschenrechtsrates.

UN GipfelNew York/Frankfurt a.M. (epo). - Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den Vorstoß von Frankreich, Brasilien, Chile und Deutschland begrüßt, ab 2006 eine Abgabe auf Flugtickets zu erheben und die Einnahmen international koordiniert für die Bekämpfung von AIDS in den Entwicklungsländern zu verwenden. "Diese Vereinbarung ist ein kleiner Lichtblick in dieser ansonst deprimierenden Veranstaltung", sagte Peter Wahl, Vertreter der nichtstaatlichen Organisation Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung (WEED) im bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.

un summitNew York (epo). - Der zweite Tag des Weltgipfels der Vereinten Nationen in New York steht im Zeichen der Krisenherde. Auf der Rednerliste des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs stehen der irakische Präsident Jalal Talabani, der israelische Premierminister Ariel Sharon, Kongos Präsident 

Denis Sassou Nguesso, Äthiopiens Premier Meles Zenawi und der neue Präsident Burundis, Pierre Nkurunziza. Auch der afghanische Vizepräsident Ahmed Zia Massoud und die srilankische Präsidentin Chandrika Bandaranaike Kumaratunga ergreifen das Wort.

un summitNew York (epo). - Unmittelbar vor Beginn der 60. Vollversammlung der Vereinten Nationen haben sich Unterhändler einer UN-Kerngruppe aus 33 Nationen auf eine Schlusserklärung für den Weltgipfel geeinigt. Während Diplomaten das Kompromisspapier als Erfolg bezeichneten, zeigten sich regierungsunabhängige Organisationen wie Human Rights Watch und Oxfam enttäuscht über die durch zahlreiche Änderungen und Streichungen "verwässerte" Erklärung.

ArmutskampagneBerlin/Bonn (epo). - Die deutsche Musikwirtschaft unterstützt die Kampagne "Deine Stimme gegen Armut" deutscher NRO. "Die weltweite Armutsbekämpfung ist ein wichtiges Ziel der Staatengemeinschaft und fordert Engagement und Solidarität", erklärte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, am Mittwoch in Berlin. Logos und Banner sollen künftig auf Firmen- und Künstlerwebseiten zu sehen sein. Viele Musikfirmen wollen das Kampagnenlogo in die CD- und DVD-Cover integrieren. Weitere Maßnahmen wie die Integration in Werbespots und die Präsentation im Rahmen von Konzerten werden zurzeit mit allen Beteiligten geprüft.

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