Entwicklung

oxfamBerlin/London (epo). - Die internationale Hilfsorganisation Oxfam hat den reichen Industriestaaten vorgeworfen, durch die Vernachlässigung der Entwicklungshilfe für Westafrika zur aktuellen Nahrungsmittelkrise beigetragen zu haben. Laut Oxfam erhalten die vier westafrikanischen Länder Niger, Mali, Mauretanien und Burkina Faso, die zu den ärmsten der Welt gehören, lediglich einen Bruchteil der Entwicklungshilfe, die Länder wie der Irak und Afghanistan von den reichen Ländern bekommen.

Aswat al-IraqBagdad (pte/epo). - Im Irak hat die erste Nachrichtenagentur mit ihrer Arbeit begonnen, die nur mit irakischen Journalisten besetzt ist und von diesen betrieben wird. Unterstützt wird das Projekt von der Reuters Stiftung, einem Hilfsfonds der Nachrichtenagentur Reuters zur Unterstützung von Journalisten in Entwicklungsländern, vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und von der spanischen Agentur für internationale  Zusammenarbeit.

Stabilit?tspakt S?dosteuropaFrankfurt (epo). - Das deutsche Entwicklungsministerium (BMZ), die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und die KfW-Entwicklungsbank haben in Berlin eine positive Bilanz des Stabilitätspaktes für Südosteuropa gezogen. "Wir sind unserer Verantwortung gerecht geworden: der Stabilitätspakt für Südosteuropa ist die treibende Kraft dafür, dass heute Frieden herrscht, wo vor wenigen Jahren furchtbare Massaker und ethnische 'Säuberungen' verübt wurden", erklärte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in Frankfurt am Main.

UNOBerlin (epo). - Die deutsche Bundesregierung hat Vorwürfe des italienischen UN-Botschafters zurückgewiesen, Deutschland erpresse im Zusammenhang mit seinen Bestrebungen um einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat arme Länder. Diese Beschuldigungen seien "grund- und haltlos", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin, Jens Plötner. Entwicklungsministerin Heidemarie Wiczorek-Zeul erklärte, die grundlosen Unterstellungen seien "dazu geeignet, Unfrieden zu stiften".

UNNew York (epo). - Entwicklung ist das beste Mittel, Konflikte zu verhindern und dauerhaft Frieden zu schaffen. Darauf hat der Untergeneralsekretär für politische Angelegenheiten der Vereinten Nationen, Ibrahim Gambari, zum Abschluss der dreitägigen Weltkonferenz für die Prävention von bewaffneten Konflikten in New York hingewiesen. An der UN-Konferenz nahmen rund 600 Vertretern der Zivilgesellschaft teil.

EEDBonn (epo). - Informationen zu entwicklungspolitischen Positionen der Parteien will eine neue Aktion des Evangelischen Entwicklungsdienstes vor der möglichen Bundestagswahl am 18. September vermitteln. "Wir wollen keine Wahlempfehlung geben. Aber wir wollen den Parteien einen entwicklungspolitischen Spiegel vorhalten. Wir wollen, dass deutlich wird, wie die Wählerinnen und Wähler die Parteien unter entwicklungspolitischen Gesichtspunkten einschätzen", erläuterte der EED-Vorstandsvorsitzende Konrad von Bonin das Ziel der Aktion auf der EED-Website.

VENROBonn (epo). - Der Entwurf der Bundesregierung zum Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für das Jahr 2006 stößt beim Verband Entwicklungspolitik (VENRO), der mehr als 100 entwicklungspolitische Organisationen vertritt, auf ein geteiltes Echo. Die stellvertretende VENRO-Vorsitzende Claudia Warning sagte, es sei enttäuschend, dass die Erhöhung des Etas nicht deutlicher ausfalle.

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