Entwicklung

Thilo HoppeBerlin (epo.de). - Der von der Bundesregierung für die Entwicklungszusammenarbeit vorgelegte Haushaltsentwurf 2007 weist nach Auffassung der Grünen in die richtige Richtung. Trotzdem werde nicht erkennbar, wie die Bundesregierung das 0,7 Prozent-Ziel erreichen will, erklärte der Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ), Thilo Hoppe. Dafür sei ein jährlicher Mittelzuwachs von einer Milliarde Euro für die gesamte öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) bis 2015 notwendig. "Mit Trippelschritten ist dies nicht zu erreichen."

BMZBerlin (epo.de). - Die deutsche Bundesregierung hat die Haushaltspläne für 2007 verabschiedet. Der Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) steigt demnach um 324 Mio. Euro oder 7,8% gegenüber 2006 auf insgesamt 4,5 Milliarden Euro. Der Etat für Entwicklungszusammenarbeit (Einzelplan 23) steige wesentlich stärker als der Bundeshaushalt insgesamt (2,3%), erklärte das BMZ.

EEDBonn (epo). - Tilman Henke wird neuer Vorstand für Finanzen, Personal und Verwaltung beim Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). Der Aufsichtsrat berief den Wirtschaftswissenschaftler jetzt zum Nachfolger von Dr. Hartmut Bauer, der im März 2007 seinen langjährigen Dienst beim EED beenden wird.

Kinder in ?thiopien. Foto: epo ArchivAmsterdam (epo). - In den Niederlanden ist eine Initiative für einen neuen Krankenversicherungsfonds für Afrika gegründet worden. Die niederländische Ministerin für Entwicklungshilfe, Agnes van Ardenne, und der Vorsitzende des Health Insurance Fund (HIF), Kees Storm, unterzeichneten am Mittwoch in Amsterdam in Anwesenheit von Spitzenvertretern der niederländischen Geschäftswelt symbolisch eine erste Versicherungspolice. Der neue HIF Versicherungsfonds soll Bevölkerungsgruppen mit niedrigem Einkommen über einen Prämienzuschuss zu einer Kollektiv-Krankenversicherung verhelfen.

EEDBonn (epo). - Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat eine Stärkung der bilateralen Entwicklungshilfe durch die deutsche Bundesregierung gefordert. Bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2005 erklärte der EED-Vorstandsvorsitzende Konrad von Bonin, die multilaterale Unterstützung internationaler Organisationen sei zwar richtig. Die Bürokratie sei allerdings oft so groß, dass wertvolle Arbeitskraft verbraucht werde, die effektiver genutzt werden könnte.

Erdbeben in Pakistan. Foto: IRINBerlin (epo). - Das Hilfswerk Caritas international hat an die öffentlichen Geldgeber für Nothilfe appelliert, ihr Engagement wesentlich stärker auf die von den Medien wenig beachteten Katastrophen zu konzentrieren. Während das Hilfswerk der Deutschen Caritas für die Opfer des Tsunami in Süd- und Südostasien im Jahr 2005 54 Millionen Euro einnehmen konnte, gingen für die Bürgerkriegsflüchtlinge im Kongo trotz vergleichbarer Not nur 43.000 Euro ein. "Wir alle wissen, dass die Versuchung groß ist, auf jede öffentliche Katastrophe einzugehen", sagte der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, bei der Vorstellung des Jahresberichtes in Berlin. "Den Hilfsbedürftigen der Welt wäre jedoch aus unserer Sicht mit einer Aufstockung staatlicher Gelder beispielsweise für die Katastrophenvorsorge oder den Strukturaufbau mehr gedient."

BolivienLa Paz/Berlin (epo). - Die deutsche Bundesregierung will ihre Entwicklungszusammenarbeit mit Bolivien auf Armutsbekämpfung und die Verfassungsreform konzentrieren. Dies vereinbarten beide Seiten bei Regierungsverhandlungen, die am Wochenende in Boliviens Hauptstadt La Paz abgeschlossen wurden. In Bolivien wird am 2. Juli eine verfassungsgebende Versammlung gewählt, die es der indigenen Bevölkerung erstmals ermöglichen soll, an der Entstehung einer Verfassung mitzuwirken.

Back to Top