Entwicklung

whhBonn. - Die Welthungerhilfe hat die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen, so schnell wie möglich zusätzliche humanitäre Hilfe im Südsudan bereitzustellen. Etwa 5,5 Millionen Menschen können sich dort durch die andauernden Kämpfe nicht mehr selbst versorgen. Die Welthungerhilfe ist in dem von einer Hungersnot betroffenen Bundesstaat Unity State seit Jahren tätig und versorgt derzeit rund 350.000 Menschen mit Nahrungsmitteln.

dntds 300Berlin. - Die Bekämpfung von armutsassoziierten und vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs – neglected tropical diseases) steht im Fokus des diesjährigen 3. Internationalen Deutschlandforums, das am Dienstag und Mittwoch im Bundeskanzleramt stattfindet. Das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) begrüßte, dass damit mehr Aufmerksamkeit auf die Frage gelenkt wird, wie die internationalen Ziele zur Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten zu erreichen sind, die 2015 unter deutscher G7-Präsidentschaft sowie in den neuen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (in der so genannten 2030-Agenda) festgelegt wurden.

nichtvergesserBerlin. - Obwohl sie viele Menschenleben gefährden, schaffen es humanitäre Krisen nur selten in die Öffentlichkeit. Zum Vergleich: Über die TV-Sendung "Dschungelcamp" wurde in den vergangenen 365 Tagen in knapp 34.000 Artikeln in deutschen Online-Medien berichtet, dagegen erschienen über die humanitäre Situation in Myanmar weniger als 100 Artikel. Mit der Kampagne #nichtvergesser wollen elf Hilfsorganisationen und das Auswärtige Amt jetzt auf das Schicksal von Millionen vergessener Menschen aufmerksam machen.

bmz München. - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Initiative Klinikpartnerschaften mit Schwellen- und Entwicklungsländern gestartet. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Carolin Kröner von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung überreichten am Montag in München die ersten Förderzusagen an Einrichtungen aus Bayern. Insgesamt sollen rund 100 Partnerschaften mit Kliniken in den Ländern des Südens eingerichtet werden.

unicefKöln. - Für Teile des Südsudan ist am Montag offiziell eine Hungersnot erklärt worden. Im Unity State im Norden sowie im Zentrum des Landes sind schätzungsweise 100.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht. Weitere Millionen Menschen stehen am Rande einer Hungersnot, so UNICEF, das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) und die Welternährungsorganisation (FAO) in einer gemeinsamen Erklärung. Die UN-Organisationen rufen dringend zur Hilfe auf, um zu verhindern, dass in den kommenden Monaten noch mehr Menschen verhungern. Hierzu fordern sie ungehinderten und sicheren Zugang zu allen Hungernden.

bmz München. - Gemeinsam wollen sich Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Bill Gates, Ko-Vorsitzender der Bill & Melinda Gates-Stiftung, für eine neue Dimension der Entwicklungszusammenarbeit stark machen. Dazu unterzeichneten sie am Freitag eine Vereinbarung, die neue Impulse setzen soll, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. Besonders die wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern soll dabei gefördert werden: Mehr Menschen sollen künftig Zugang zu einem Bankkonto und zu Krediten bekommen, um sich eine Existenz aufbauen zu können.

venroBerlin. - Anlässlich des G20-Außenministertreffens in Bonn und der Münchner Sicherheitskonferenz hat der Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) vor einem Missbrauch der Entwicklungszusammenarbeit für sicherheitspolitische Zwecke gewarnt. Insbesondere dürfe entwicklungspolitisches Engagement "nicht zum Kampf gegen Flüchtlinge missraten", erklärte der Verband am Freitag in Berlin.

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