Wirtschaft

Berlin (epo). - Sozial- und umweltverträgliche Reisen müssen sich nicht auf das schmale Segment des Öko-Tourismus beschränken. Dieser Ansicht sind Wissenschaftler des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojektes INVENT. Sie haben jetzt maßgeschneiderte Strategien für Reiseveranstalter, Urlaubsgebiete und touristische Anbieter entwickelt. Unter anderem am Beispiel der Dominikanischen Republik stellten die Experten aus Wissenschaft und Praxis auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin ihre Konzepte vor.

EEDBerlin (epo). - Vor einem Billig-Tourismus in die von der Flutkatastrophe heimgesuchten Länder Südasiens hat die Fachstelle Tourismus des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED) gewarnt. Billig-Reisen könnten zu einer sozialen und ökologischen Gefahr für den Wiederaufbau in den Katastrophengebieten werden, sagte Heinz Fuchs von der Fachstelle Tourismus.

GTZEschborn (epo). - Eine positive Bilanz zieht die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) für ihre Tourismusförderung in Zentralamerika. Die "Erfolgsbilanz" des länderübergreifenden GTZ-Vorhabens "Förderung der nachhaltigen Entwicklung durch Tourismus (FODESTUR)" im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) und mit der zentralamerikanischen Integrationsbehörde (SICA) sei "beeindruckend", lobt sich das Unternehmen selbst.

Reporter ohne GrenzenBerlin (epo). - Die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) informiert auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin über die Schattenseiten beliebter Urlaubsländer. Mit der Kampagne "Die Kehrseite der Paradiese" will die Menschenrechtsorganisation darauf aufmerksam machen, dass in Ländern wie Kuba, den Malediven, Tunesien, Vietnam und Myanmar (Birma) Zensur   herrscht. "Kritische Journalisten sitzen dort hinter Gittern für das, was sie recherchiert und geschrieben haben", so ROG.

TransFairKöln (epo). - Mehr als eine Million Kilogramm TransFair-Bio-Bananen sind im Einführungsjahr 2004 über den Ladentisch gegangen. Nach Angaben von TransFair ziehen nach Kaiser's Tengelmann, Edeka und Biosupermärkten nun andere Handelsketten nach. Ab sofort sind die TransFair-Bananen bei Walmart unter der Marke Ökofrucht, sowie bei Coop Kiel und Dohle Hit erhältlich. Mit weiteren Lebensmittelketten finden Gespräche statt. "Wir rechnen daher mit kräftigen Zuwächsen," erklärt Dieter Overath, TransFair-Geschäftsführer, "so können noch mehr Bananenbauern vom Fairen Handel in Deutschland profitieren."

Nürnberg (epo). - Aus Anlass der Nürnberger Spielwarenmesse hat die Aktion "fair spielt" es begrüßt, dass deutsche Spielzeugfirmen in den vergangenen Monaten erste konkrete Schritte zur Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen bei ihren fernöstlichen Lieferanten unternommen haben. Alle betroffenen Firmen - Hersteller wie Handel - werden aufgefordert, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen, bis in sämtlichen Betrieben entlang der Lieferkette menschenwürdige Arbeitsbedingungen gewährleistet sind.

Düsseldorf (epo). - Während der britische Schatzkanzler Gordon Brown beim G7-Finanzministertreffen in London für seinen konkreten Vorschlag zur Entschuldung der armen Länder werbe, bleibe sein deutscher Kollege Hans Eichel "lieber im Unklaren", kritisiert das deutsche Entschuldungsbündnis erlassjahr.de. "Obwohl die Bundesregierung durch Koalitionsvertrag und Beschlüsse des Bundestages verpflichtet ist, sich für eine Reform des internationalen Schuldenmanagements im Sinne eines Insolvenzrechts für Staaten einzusetzen, gibt sie sich weiter zögerlich", erklärte das Bündnis.
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