Wirtschaft

Frankfurt a.M. (epo). - Mit scharfer Kritik hat das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf die aktualisierte Forderungsliste der Europäischen Union im Rahmen des WTO-Dienstleistungsabkommens GATS reagiert. Besonders kritisch sieht Attac die Tatsache, dass die EU darin an ihrer Forderung nach der Liberalisierung des Wassersektors in vielen Ländern weitgehend festhält. "Marktöffnungsforderungen im Wassersektor erhöhen den Privatisierungsdruck", sagte Christina Deckwirth von der Attac-WTO-AG. "Doch ein sensibles Gut wie Wasser gehört in öffentliche Hände und unter die Kontrolle der Bürger."

noreena_hertz_150Davos (epo). - Die Erklärung von Bern und Pro Natura haben zur Eröffnung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos erstmals die "Public Eye Awards" für unverantwortliche Konzerne vergeben. Die Preisträger der "Public Eye Awards" sind: The Dow Chemical Company, Royal Dutch/Shell Group, Wal-Mart Stores, Inc. und KPMG International. Der Publikumspreis geht an Nestl? S.A.

tdhOsnabrück (epo). - Verbessert die Globalisierung die Situation der Kinder weltweit, oder führt sie zu einer verstärkten Ausbeutung von Kindern? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen, die die Internationale Föderation terre des hommes (tdh) auf dem Weltsozialforum in Porto Alegre organisieren will.

Stuttgart (epo). - "Brot für die Welt" setzt sich auf dem bevorstehenden Weltsozialforum in Porto Alegre (Brasilien) gemeinsam mit ihrem internationalen Partnernetzwerk für mehr soziale Gerechtigkeit ein. "Wir brauchen eine sozial verträgliche Globalisierung unter Einhaltung der Menschenrechte", forderte der Leiter des Teams Grundsatz und Entwicklung, Reinhard Koppe. "Nur so kann die Armut auf dieser Welt überwunden werden."

Hamburg (epo). - Die jährliche Ausweitung der argentinischen Sojaproduktion für den Export fördert die Waldzerstörung und verringert die Selbstversorgung des Landes mit Lebensmitteln. Der Anbau genmanipulierter Soja verstärkt zudem den Pestizideinsatz. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die der US-Agrarwissenschaftler Dr. Charles Benbrook im Auftrag von Greenpeace durchführte. 50 Prozent des nach Europa importierten Sojaschrots stammt aus Argentinien und wird hier als Tierfutter in der Milch-, Fleisch- und Eierproduktion verwendet. 99 Prozent der argentinischen Soja sei genmanipuliert, so Greenpeace.

germanwatchBerlin/Herne (epo). - Der jahrelange Streit zwischen dem deutschen Reifenhersteller Continental und der Gewerkschaft des Euzkadi-Werkes in Guadalajara ist beigelegt. Wie die Menschenrechtsorganisation FIAN und die Nord-Süd-Initiative Germanwatch berichteten, erreichten die Arbeiter nach dreijährigem Streik gegen die widerrechtliche Schließung ihres Werkes durch Continental ihre wichtigsten Ziele: die Wiedereröffnung des Euzkadi-Werkes und die Erhaltung ihrer Arbeitsplätze. Sie sollen nun zu 50 Prozent Miteigentümer des Reifenwerkes werden.

suedwindSiegburg (epo). - Das SÜDWIND-Institut fordert einen Schuldenerlass für Indonesien und Sri Lanka. Das vom Pariser Club beschlossene Schuldenmoratorium könne nur einen Sinn haben, "wenn es als Atempause für eine tiefgreifende Lösung genutzt wird", erklärte das Institut in Siegburg.

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