Wirtschaft

brot fdwBerlin. - Zur 11. WTO-Ministertagung kommen die für Handel zuständigen Minister und Ministerinnen aus mehr als 160 Staaten zum ersten Mal in Südamerika zusammen. Vom 10. bis 13. Dezember beraten sie in Buenos Aires über Welthandelsfragen. Im Zentrum des viertägigen Treffens steht neben den Themen Fischerei, Agrarhandel und E-Commerce auch die Zukunft der vor sechzehn Jahren initiierten "Doha-Entwicklungsrunde". Doch Brot für die Welt bezweifelt, dass Armutsbekämpfung noch auf der Agenda der Welthandelsorganisation steht. 

venro 200Berlin. - Nur wenige Tage vor der 11. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO, die vom 10. bis 13. Dezember in Buenos Aires stattfindet, sind Dutzende Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften davon informiert worden, dass ihre Akkreditierungen zurückgenommen wurden. Das hat der Verband Entwicklungspolitik (VENRO) berichtet. Ihre Einreise nach Argentinien sei nicht erwünscht. Die argentinische Regierung habe ihre Entscheidung mit Verweis auf die öffentliche Sicherheit des Landes begründet.

oxfamBerlin. - Mindestens 35 Länder müssen auf der Steueroasen-Liste stehen, die die Europäische Union kommende Woche auf den Weg bringen will. Politische Rücksichtnahme dürfe es dabei nicht geben. Das fordert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam. In dem neuen Bericht "Blacklist or Whitewash? What a real EU blacklist of tax havens should look like" zeigt Oxfam unter anderem, dass mit Irland, Luxemburg, Malta und den Niederlanden auch vier EU-Staaten auf der schwarzen Liste stehen müssten, würde die EU ihre eigenen Maßstäbe konsequent anwenden. 

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Münster. - Rund 80 Prozent der in Deutschland verkauften Spielwaren kommen aus China. Eine verdeckte Recherche in chinesischen Fabriken zeigt, dass die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter dort grob missachtet werden. Gefährliche Chemikalien, überlange Arbeitszeiten und mangelnde Hygiene bestimmten die Produktion für das Weihnachtsgeschäft, heißt es in dem Bericht mehrerer Arbeitsrechtsorganisationen.

change your shoesBrüssel. - Anlässlich des Runden Tisches zur Schuh- und Bekleidungsbranche im Europäischen Parlament hat die Kampagne Change Your Shoes am Montag einen verbindlichen Einsatz der EU für die Wahrung von Menschen- und Arbeitsrechten in der Schuh- und Lederbranche gefordert. Den Absichtserklärungen von Kommission, Rat und Parlament der EU in diesem Jahr müssten wirksame Taten folgen. Die Forderungen nach mehr Transparenz und sozialer Verantwortung in der Schuhbranche, die mehr als 13.000 Europäerinnen und Europäer unterzeichnet haben, sollte die Politik ernst und deshalb die Hersteller und Händler von Schuhen und Leder in die Pflicht nehmen.

cccBerlin/Wien. - Viele NäherInnen in der Ukraine verdienen trotz Überstunden gerade den Mindestlohn von 89 Euro im Monat. Ein existenzsichernder Lohn, von dem eine Familie leben kann, müsste fünfmal höher sein (438 Euro). Die Hauptauftraggeber der Schuh- und Modefabriken in Ungarn, Serbien und der Ukraine seien Modekonzerne wie Benetton, Esprit, GEOX, Triumph und Vero Moda, berichtet die Clean Clothes Kampagne. In dem Report "Europas Sweatshops" prangert die Kampagne schwere Missstände in den Produktionsstätten der Modemarken in Ost- und Südosteuropa an.

oxfamBerlin. -  Die Bundesregierung und die Regierungen anderer EU-Staaten treten der weltweiten Steuervermeidung nicht energisch genug entgegen. Diesen Vorwurf hat die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam nach der neuerlichen Aufdeckung eines gravierenden Steuerskandals durch das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ, Paradise Papers) erhoben.

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