Wirtschaft

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Wien. - 23 Milliarden Paar Schuhe werden weltweit pro Jahr produziert. Die Österreicher kaufen davon jährlich durchschnittlich sechs Paar. Woher kommen diese Schuhe? Wie wurden sie hergestellt? "Am Schuh oder auf der Schuhverpackung sucht man vergeblich nach Informationen über Produktions- und Arbeitsbedingungen", kritisierte Gertrude Klaffenböck von Clean Clothes. Mit der Forderung nach mehr Transparenz in der Schuhindustrie ist am Dienstag eine neue europaweite Kampagne gestartet.

public eye logoZürich. - Vertrauliche Dokumente zeigen nach Angaben von Public Eye (ehemals Erklärung von Bern), dass die Schweiz Atrazin und Paraquat in Entwicklungsländer exportiert, obwohl die von Syngenta produzierten Herbizide aufgrund ihres hohen Giftgehalts in der Schweiz verboten sind. Die nichtstaatliche Organisation fordert von den Schweizer Behörden, "dass sie dieser Doppelmoral ein Ende setzen und die im Rahmen der Basler Konvention eingegangenen Verpflichtungen erfüllen". Dazu wurde auch eine parlamentarische Interpellation eingereicht.

oneBerlin. -  Anlässlich des Weltwirtschaftsforums für Afrika (World Economic Forum on Africa, WEFA) im südafrikanischen Durban hat die Lobbyorganisation ONE hat die Bundesregierung aufgefordert ihre verschiedenen Afrika-Initiativen koordinieren. Nur so könne eine erfolgreiche G20-Präsidentschaft gewährleisten werden, sondern auch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Afrika ermöglicht werden, von dem alle profitieren.

g20 protestwelleHamburg. - BUND, Campact, DGB Nord, Mehr Demokratie, Oxfam und Greenpeace mobilisieren mit vielen weiteren Organisationen zu einer Großaktion anlässlich des G20 Gipfels in Hamburg. Wenige Tage vor dem Gipfel werden am 2. Juli in der Hansestadt zehntausende Menschen zu einer "Protestwelle" mit dem Motto "Eine andere Politik ist nötig" zusammenkommen. Sie wollen mit Booten auf der Binnenalster demonstrieren, in der Innenstadt protestieren und ein Bannermeer am Tagungsort schaffen.

Berlin. - 20 Organisationen aus den Bereichen Umwelt-, Entwicklungs- und Agrarpolitik haben einen neuen Bericht mit dem Titel "Fusion von Bayer und Monsanto – Streitschrift gegen die Ohnmacht der Wettbewerbskontrolle" der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie fordern vor der Bayer-Hauptversammlung am Freitag strengere Regeln für Unternehmensfusionen und weitere Maßnahmen, um Konzernmacht zu begrenzen.

kaffeebauer äthiopienBerlin. - Vor der Bayer-Hauptversammlung am Freitag in Bonn haben entwicklungspolitische Organisationen vor den Folgen der Übernahme des US-Konzerns Monsanto durch Bayer gewarnt. Vor allem Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in Entwicklungsländern würden unter Preissteigerungen, begrenzter Auswahl bei Saatgut und Pestiziden sowie Gesundheitsschäden durch den Einsatz von Agrarchemikalien leiden. Kleinbäuerliche Landwirtschaft müsse deshalb endlich als Erfolgsmodell für die Welternährung anerkannt und stärker gefördert werden. Kleinbauern erzeugen heute 80 Prozent der Lebensmittel weltweit.

fairtradeKöln. - Es ist Zeit für eine Fashion Revolution! Zum Jahrestag der am 24. April 2013 eingestürzten Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch fordern Fairtrade Deutschland und andere Organisationen im Rahmen des Fashion Revolution Days mehr Fairness im Textilsektor. Schnelle Lösungen gebe es nicht, aber der Faire Handel treibe die Entwicklungen durch seinen Textilstandard und sein Textilprogramm voran, um die Arbeitsrechte vor Ort nachhaltig zu stärken, erklärten die NGOs.

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