Menschenrechte

misereorAachen. - Die Vorschläge aus dem Kreis der deutschen Innenminister, Abschiebungen nach Syrien ab Juli 2018 vorzusehen, da die Lage in Aleppo wieder sicher sei, hat MISEREOR am Mittwoch als realitätsfern und einen klaren Verstoß gegen die Menschenrechte bewertet. "Wer eine Diskussion über Abschiebungen zu einem jetzigen Zeitpunkt führt, kennt die Lage gewiss nicht aus eigener Anschauung und verschließt die Augen vor der Bürgerkriegs-Realität in Syrien und vor der Not der Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen den Alltag dort meistern", sagte MISEREOR-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon. 

oneBerlin. - Der fünfte gemeinsame Gipfel der Europäischen und der Afrikanischen Union ist am Donnerstag in der Elfenbeinküste zu Ende gegangen. Das Abschlussdokument sei Sinnbild für die mangelnden Ambitionen der anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter, kritisierte die Lobby-Organisation ONE: "Es beinhaltet leider keine konkreten und messbaren Zusagen für die Jugend Afrikas, die das Hauptthema des Gipfels waren." 

berlin institutBerlin. - Warum wächst die Bevölkerung Afrikas so stark und weshalb machen sich so viele Menschen aus Not auf den gefährlichen Weg nach Europa? Ein Grund dafür ist die unzureichende Entwicklung in vielen Ländern Subsahara-Afrikas, wohinter vor allem erhebliche Defizite im Bildungsbereich stehen. In einigen Ländern der Sahelregion lernen selbst die Nachwuchsjahrgänge nur zur Hälfte lesen, schreiben und rechnen. Wie es um die Bildungssysteme dieser Länder bestellt ist und welcher Handlungsbedarf dort besteht, zeigt eine neue Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.

amerika 21Mexiko-Stadt. - In einer völlig überraschenden Entscheidung hat das mexikanische Landwirtschaftsministerium die im Juni 2012 dem US-Konzern Monsanto erteilte Genehmigung für die kommerzielle Aussaat von Gensoja in den sieben Bundesstaaten Tamaulipas, San Luis Potosí, Veracruz, Chiapas, Campeche, Yucatán und Quintana Roo widerrufen. Das hat das Lateinamerika-Portal amerika21 am Donnerstag berichtet.

venro 200Berlin. - Vor dem am Dienstag beginnenden 5. Gipfel der Afrikanischen Union und der EU hat der Dachverband für Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO) einen Neustart gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse ihre Ankündigung, den Handel zwischen Afrika und Europa auf eine gerechte Basis stellen zu wollen, wahr machen, erklärte VENRO.

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